Keine Berufserfahrung? Mit diesen 6 Strategien gelingt der Berufseinstieg auch ohne!

Endlich hast du es geschafft! Mit dem Abschluss in der Tasche machst du dich voller Motivation auf die Suche nach einer passenden Stelle. Auf einmal findest du dich in einem Teufelskreis wieder: Du findest keinen Job, weil du keine Berufserfahrung hast, kannst aber auch keine Berufserfahrungen sammeln, weil du keinen Job findest.

Nicht selten werden in den Stellenanzeigen mindestens drei Jahre Berufserfahrung gefordert. Wenn einem aufgrund mangelnder Berufserfahrung nicht einmal die Chance gegeben wird, Praxiserfahrungen zu sammeln, kommt schnell Frustration auf: Wozu hat man denn jahrelang im Hörsaal gesessen, Nächte durchgelernt, Praktika gemacht und nebenbei gearbeitet, um das alles finanzieren zu können? Und jetzt soll das alles auf einmal nichts mehr wert sein? Jetzt nicht verzweifeln. Wir zeigen dir, wie du auch ohne Berufserfahrung einen Fuß in der Arbeitswelt fassen kannst…

1 | Studiere die Stellenausschreibung

Wer kennt sie nicht: Stellenausschreibungen, in denen gefühlt Übermenschen gesucht werden. Jemand, der einen Spitzenabschluss und Auslandsaufenthalte vorweisen kann, massenweise Praxiserfahrung gesammelt hat und sämtliche Fähigkeiten mitbringt, die man sich nur so wünschen kann – die eierlegende Wollmilchsau eben. Wichtig ist es daher, in Stellenanzeigen zwischen Kann- und Muss-Anforderungen zu unterscheiden. Eine Formulierung wie „Mehrjährige Berufserfahrung ist wünschenswert“ bedeutet: Bewerber mit mehrjähriger Berufserfahrung haben einen Vorteil, unerfahrene werden aber nicht direkt aussortiert.

Anders verhält es sich bei Ausdrücken wie: „Sie verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich XY“ oder „Berufserfahrung im Bereich XY setzen wir voraus“. Solche Formulierungen zeigen, dass die praktische Erfahrung für die ausgeschriebene Stelle eine besonders hohe Priorität hat. Wer diese nicht vorweisen kann, hat schlechte Karten. Für den Berufseinstieg bedeutet das: Konzentriere dich auf die Stellen, bei denen eine Berufserfahrung nicht zu den Muss-Anforderungen zählt.

2 | Überzeuge mit deiner Expertise

Als frischgebackener Absolvent bringst du ein breites Fachwissen mit. Du willst nach deinem Studium in der Beratung für Pflanzenschutz durchstarten? Du kannst deine Kenntnisse auch anhand deiner Studienschwerpunkte nachweisen. Vielleicht hast du während deines Studiums einen Feldversuch betreut oder hast dich in deiner Abschlussarbeit mit einer Fragestellung aus der Phytomedizin befasst. Diese Kenntnisse solltest du auf jedem Fall auch in deiner Bewerbung umfassend darstellen.

3 | Soft Skills: Nutze deine außerfachlichen Kompetenzen

Solide Kenntnisse in fachlichen Fragen reichen aber meist nicht aus. Beim Lesen von Stellenbeschreibungen fällt eines auf: Neben deinem Fachwissen – den Hard Skills – werden Soft Skills meist an zentraler Stelle genannt. Persönliche und soziale Kompetenzen wie Kommunikationsstärke oder Teamfähigkeit sind fast wichtiger als jahrelange Berufserfahrung. Mit deinen Soft Skills kannst du dich von den anderen Bewerbern abheben.

Das Problem dabei: Im Gegensatz zu den Hard Skills kannst du deine sozialen Kompetenzen nicht einfach anhand deiner Noten oder Zeugnisse nachweisen. Es gilt daher, deine Soft Skills gekonnt in das Bewerbungsanschreiben einzubringen. Eine bloße Aufzählung reicht nicht aus, du solltest sie auch anhand eines Beispiels belegen können. Diese müssen nicht zwangsweise aus dem beruflichen oder fachlichen Kontext stammen. Warst du nach deinem Abitur im Ausland? Dann beweist das deine Selbstständigkeit. Engagierst du dich neben deinem Studium bei der Landjugend? Das zeugt von Organisationstalent und Teamfähigkeit. Und dass du ehrgeizig bist, kannst du anhand deiner Teilnahme bei einem Sportwettbewerb demonstrieren. Damit zeigst du: Du hast zwar noch nicht in dem Beruf gearbeitet, traust dir aber aufgrund deiner Erfahrung die Aufgaben zu.

4 | Es muss nicht immer der Konzern sein

Bewirb dich nicht dort, wo sich alle bewerben. Du musst dein Berufsleben nicht direkt im riesigen Konzern oder beim Marktführer starten. In einem kleinen oder mittleren Unternehmen, die händeringend Nachwuchs suchen, hast du bessere Chancen, auch ohne Berufserfahrung durchzustarten. Hier kannst du die gleichen Erfahrungen sammeln und bekommst meist einen besseren Einblick in andere Bereiche des Unternehmens. Auch Berufsfelder, die du erst mal nicht im Blick hattest, können ein Sprungbrett sein. Willst du später im Marketing arbeiten, kann es helfen, wenn du im Vertrieb startest und dadurch die Bedürfnisse der Kunden kennenlernst.

5 | Knüpfe und pflege deine Kontakte

Es ist kein Geheimnis: Das berühmte Vitamin B hat schon dem ein oder anderen zum Job verholfen. Es lohnt sich daher, schon während des Studiums ein kleines Netzwerk aufzubauen. Weißt du bereits, dass du in einem bestimmten Berufsfeld arbeiten möchtest, ist es ratsam, sich um Praktika in dem gewünschten Bereich zu kümmern und Kontakte zu knüpfen. Gleiches gilt für die Abschlussarbeit. Es zahlt sich aus, sich frühzeitig Gedanken über das Thema zu machen und die Bachelor- oder Masterarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen zu verfassen. So bekommst du einen Fuß in die Tür und hast eine wichtige Einstiegshilfe.

6 | Berufseinstieg als Trainee

Viele Unternehmen im Agribusiness bieten Trainee-Programme an. Trainees durchlaufen in der Regel mehrere Stationen im Unternehmen und lernen so die Strukturen intensiv kennen. Ein Vorteil für alle, die sich noch nicht festlegen wollen und erste Berufserfahrungen in enger Betreuung sammeln wollen. Trainee-Programme sind so vielseitig wie die Unternehmen selbst. Die Rahmenbedingungen wie die Dauer, Aufgabenfelder oder Weiterbildungsangebote können dabei sehr unterschiedlich sein. Um das passende Programm zu finden, solltest du dir daher darüber im Klaren sein, was du von der Trainee-Stelle erwartest.

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