Das Einmaleins der Arbeitgeberattraktivität in der Agrarbranche

Arbeitgeberqualität + Arbeitgeberimage = Arbeitgeberattraktivität

In der Agrarbranche ist Arbeitgeberattraktivität ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Doch was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Bieten Sie ein kostenloses Essen in Ihrer Kantine an oder kann der Mitarbeiter nur auf sein selbstgeschmiertes Pausenbrot zurückgreifen? Kann der ganze Jahresurlaub am Stück genommen werden oder kommt es beim 3-Wochen-Urlaub bereits zu Schwierigkeiten?

Unter dem Stichwort Employer Branding wird in der Agrarbranche das Thema Arbeitgeberattraktivität immer wichtiger zu diskutieren, denn in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Fachkräftemangel wird das Personal zum erfolgskritischen Faktor.

Dabei geht es nicht nur um die Gewinnung neuer Mitarbeiter, sondern vielmehr um die dauerhafte Motivation und Bindung bestehender Mitarbeiter an ein Unternehmen. Motivierte Mitarbeiter sind letztendlich die beste Werbung, die ein Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt kriegen kann. Denn es spricht sich in der Region herum, wo es attraktive Arbeitsplätze gibt und wo man lieber nicht arbeiten sollte. Durch soziale Netzwerke und Bewertungsportale (bsp. Kununu) verbreitet sich der Ruf eines Unternehmens heute auch überregional blitzschnell.

Individuelle Lösungen sind der Schlüssel zur Arbeitgeberattraktivität in der Agrarbranche

Die Arbeitgeberqualität wird an arbeitgeberbezogenen Faktoren gemessen. Jeder Arbeitnehmer achtet bei der Wahl seines Arbeitgebers auf andere Faktoren. Während für einen Familienvater oder einer Working-Mum flexible Arbeitszeiten wichtig seien mögen, sind es für den Berufseinsteiger möglicherweise die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Laufe des Arbeitslebens ändern sich die Prioritäten eines Mitarbeiters allerdings meist mehrfach.

Ergeben sich für den Bewerber keine großen Unterschiede bezüglich Arbeitsbedingungen, Arbeitsklima oder Sicherheit des Arbeitsplatzes, so entscheidet das Gehalt. Dann wird der Arbeitgeber ausgewählt, der die höchste Vergütung anbietet.

Wertschätzung und Lob sind wichtiger als finanzielle Aspekte

Zu den Faktoren, die mit Abstand größte Relevanz bei der Arbeitergeberattraktivität erhalten, gehören die Führungskultur, Gestaltungsspielräume bei der Arbeit und abwechslungsreiche und interessante Arbeitsinhalte. Nicht zu unterschätzen sind Familienfreundlichkeit und Teamzusammenhalt. Familienfreundlichkeit beinhaltet unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle und -lösungen, die sich an die jeweilige Lebenssituation anpassen.

Image, wirtschaftlicher Erfolg, Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind wie Gehaltsniveau und die Sozialleistungen wichtige Faktoren, aber wiegen im Vergleich nicht so schwer.

Mittelständische Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, mit zusätzlichen Stärken zu punkten. So können u.a. folgende Aspekte hervorgehoben werden:

  • Unternehmens- und Führungskultur: Die Nähe zur Unternehmensleitung, zu Produkten und Kunden
  • Flache Hierarchien
  • Schnelle Entscheidungswege
  • Arbeitsplätze mit breitem, abwechslungsreichem Verantwortungsgebiet
  • Übertragung von Verantwortung, oft auch schon an junge Mitarbeiter
  • i.d.R. Arbeitsatmosphäre: Teamgeist steht vor Karrieredenken

Fazit: Bei beginnendem Fachkräftemangel ist die externe Wahrnehmung eines Unternehmens wichtig, um erfolgreich zu sein. Die ressourcenorientierte Vorgehensweise zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ist ein erfolgversprechender Ansatz, der die Stärken des Unternehmens im Blickpunkt hat, aber auch die Außensicht nicht vergisst.

DAS INTERESSIERT SIE SICHER AUCH

Stellenanzeige schalten

Platzieren Sie Ihre Stellenanzeige einfach und schnell in unserem Stellenmarkt speziell für die Agrarbranche.

Kandidatenpool

Wir bieten Ihnen eine unkomplizierte, schnelle und präzise Suche nach Kandidaten mit Agrarfokus.

Arbeitgebermarke stärken

Mit uns setzen Sie Ihr Unternehmen in den Fokus für Agrarkandidaten und gewinnen mehr Mitarbeiter.