Schritt für Schritt eine Employer Branding Strategie entwickeln

Employer Branding, der Prozess der Bildung einer Arbeitgebermarke, ist das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, die Arbeitgeberattraktivität nach außen zu steigern.

Erfolg macht sexy.

Es gibt Unternehmen, die allein mithilfe erfolgreicher und faszinierender Produkte zum attraktiven Arbeitgeber werden. Beispielsweise Porsche, Audi oder BMW – die schneidigen Autobauer belegen in Rankings der attraktivsten Arbeitgeber regelmäßig die vorderen Plätze. Der hohe Absatz lässt diese Unternehmen für manchen zum Vorbild für gelungenes Employer Branding werden. Aber wie sexy kann das Agribusiness sein?

Mit Employer Branding zum attraktiven Arbeitgeber?

Der vielleicht wichtigste Aspekt auf dem Weg zu einer authentischen Arbeitgebermarke ist die Positionierung. Dafür müssen Unternehmen ihr spezifisches Alleinstellungsmerkmal herausfinden und damit den Markenkern benennen. Erst darauf aufbauend kann die Kommunikation nach innen und später nach außen erfolgreich gelingen. Die perfekte Employer Branding Strategie besteht damit aus mehreren Elementen, welche alle im Einklang zu bringen sind. Unternehmen mit vielen Mitarbeitern stehen dabei immer wieder vor der Herausforderung, dass die eigene Arbeitgebermarke zunächst nach innen wirken muss. Erst wenn die interne Kommunikation und die interne Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber stimmen, kann auch eine authentische Arbeitgebermarke nach außen hin aufgebaut werden.

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Schritt 1: Ist-Zustand recherchieren!

Innen:

  • Was macht das Unternehmen zu einem einzigartigen Arbeitgeber?
  • Welches sind die zentralen Werte, Ziele und unternehmenskulturellen Faktoren?
  • Wie schafft man eine Verbindung der Produkte und der Kernaussagen?
  • Warum sollte sich jemand für eine Anstellung bei dem Unternehmen interessieren?
  • Wie positioniert sich das Unternehmen strategisch?
  • Welche Merkmale können als Unique Employer Value Proposition dienen?
  • Etc.

Außen:

  • Definition und Analyse Ihrer Zielgruppe
  • Analyse Ihrer Wettbewerber
  • Festlegen des Einzugsgebietes
  • Etc.
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Schritt 2: SOLL-Zustand festlegen!

Erstellung der Arbeitgebermarke, insbesondere ihrer Kernbotschaft, des Leistungsversprechens und der Identität des Unternehmens.

Daraus leiten sich dann wiederum unmittelbar Maßnahmen interner sowie externer Kommunikation ab.

  • Erarbeitung eines Werteversprechens an Ihre Mitarbeiter und an künftige Bewerber
  • Formulierung einheitlicher zentraler Botschaften, die die Kerneigenschaften Ihres Unternehmens und Ihr Werteversprechen zusammenfassen in einer Unique Employer Branding Proposition (UEVP)
  • Marketinggerechte Umsetzung Ihrer Arbeitgebermarke (Claim und passendes Bild)
  • Kontinuierliche und einheitliche Präsentation der Arbeitgebermarke auf alleinzielgruppenspezifischen Kommunikationskanälen:
    • Karriere-Webseiten
    • Mobile Recruiting
    • Anzeigenauftritte
    • Hochschulmarketing
    • Stellenanzeigen
    • Social-Profile wie bei XING, LinkedIn, Twitter oder Facebook
    • Social Media Recruiting
    • Messeauftritte
    • Videokampagnen
    • internes Personalmarketing
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Schritt3 : Externe Aktionen

Ein wichtiger Aspekt innerhalb der Employer Branding Strategie sind die externen Maßnahmen. Dazu gehören Meilensteine wie:

  • Karriere Website,
  • Stellenanzeigen
  • Hochschulmarketing
  • Messen
  • Social Media Recruiting
  • Influencer Marketing
  • Wirkungsvolle Kampagnen
  • Events
  • Markenbotschaften transportierende Aktivitäten

Die Arbeitgebermarke ist umso aussagekräftiger, je mehr sie auch intern gelebt wird

Aber auch das interne Personalmarketing nimmt einen hohen Stellenwert ein. Immerhin sind es vor allem bereits angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die der Positionierung die erforderliche Glaubwürdigkeit verleihen.

Internes Employer Branding bedeutet also, die Platzierung der Arbeitgeberwerte im eigenen Unternehmen. Dazu ist eine lückenlose interne Kommunikation erforderlich. Es eignen sich Werkzeuge wie das Intranet, regelmäßige Mitarbeiter-Newsletter oder ein interner Blog zur Verbreitung dieser Informationen.

Eine interne Employer Branding Strategie erfordert aber auch, dass die HR-Abteilungen sich mit den Problemen der Belegschaft auseinandersetzen. Es darf nicht darum gehen, dass die eigene Arbeitgebermarke nur schön und farbenreich präsentiert wird. Viel wichtiger ist ein strategisches Change-Management, um wichtige Änderungen innerhalb der Belegschaft schnell und unkompliziert anzustoßen.

Eine Employer Branding Strategie, die nur nach außen zielt, kann eine geringe Arbeitgeberbindung zur Folge haben. Das hat wiederum negative Auswirkungen auf die Kosten: Fluktuationskosten, Wiederbesetzungskosten, Kosten für abgebrochene Projekte von strategischer Relevanz und Kosten des Bewerbermanagements schnellen in die Höhe.

Eine Arbeitgebermarke muss wachsen

Wie bei einem kleinen Kind muss auch eine Arbeitgebermarke wachsen, sich entwickeln und viel lernen. Die dazugehörigen Unternehmensentscheider müssen verstehen lernen, dass ein strategischer Ansatz Zeit braucht. Es ist unrealistisch zu erwarten, dass das eigene Arbeitgeberimage schon nach wenigen Wochen oder Monaten innerhalb der Zielgruppe verankert ist. Dazu gehört ein jahrelanger, kontinuierlicher Prozess.

Dies gelingt aber am besten, wenn die in der Arbeitgebermarke beschriebenen Kerneigenschaften des Unternehmens wahr sind und klar herausstellen, wodurch sich dieser Arbeitgeber bezogen auf die anvisierte Zielgruppe positiv von anderen unterscheidet.

Mit viel Geduld und einer erfolgreich implementierten Arbeitgebermarke werden Sie zum Wunscharbeitgeber und auf lange Sicht das Nachsehen haben: erst bei der Personalgewinnung und dann auch bei der Kundengewinnung.

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