„Jetzt Agrar!“ – Als Quereinsteiger in die Agrarbranche

Als Quereinsteiger in die Agrarbranche zu wechseln ist eine besondere Herausforderung. Welche Hürden stellen sich einem? Und wie gelingt der Quereinstieg wirklich?

Ausbildung, Studium, der erste Beruf in der erlernten Tätigkeit und dann stellt man mit Erschrecken fest: Das ist überhaupt nicht meine Welt! Oder es ist eine andere Situation, die den Wechsel in eine andere Branche bedingt. Egal was einen antreibt, am Ende fällt die Entscheidung: „Jetzt Agrar!“.

Doch bereits vor der ersten Bewerbung machen sich Selbstzweifel breit. Schließlich steuerte jegliche Ausbildung vorher in eine andere Richtung. Man fragt sich, ist man wirklich gut genug neben all den Mitbewerbern der Agrarbranche? Die ersten Bewerbungen gehen raus und kurze Zeit später rieseln Absagen ins Haus. Was nun? Die Motivation liegt am Boden.

Ja, ein Jobwechsel als Quereinsteiger bringt unverhoffte Hürden mit sich. Umso wichtiger ist es, dass man den Quereinstieg richtig angeht. Wir haben hier wichtige Tipps herausgestellt, damit der Jobwechsel in die Agrarbranche funktioniert.

Wer gilt als Quereinsteiger?

Eine allgemeine Definition für den „Quereinsteiger“ gibt es nicht. Als Quereinsteiger gilt, wer in eine andere Branche oder ein anderes Tätigkeitsfeld wechselt ohne dafür die übliche Ausbildung, ein Studium o.ä. absolviert zu haben. Man kann auch die Bezeichnung „Seiteneinsteiger“ verwenden.

Welche Gründe gibt es für einen Quereinstieg?

Gründe für einen Quereinstieg in die Agrarbranche gibt es viele. Das kann aufgrund von persönlicher Veränderung sein, eine vorhergegangene Kündigung des Arbeitgebers oder ein fehlendes Angebot an Jobs und Karrierechancen im erlernten Beruf. Es kann insbesondere im Agrarbereich auch mit einem Umzug aufs Land zusammenhängen. Gerade hier sind mittelständische Agrarunternehmen stark verbreitet.

5 Tipps für deinen Quereinstieg:

Ein Quereinstieg ist je nach Stellenausschreibung gar nicht so einfach. Mangelndes Fachwissen oder fehlende Branchenkenntnis kann beispielsweise ein Grund dafür sein, als Quereinsteiger abgelehnt zu werden. Auch wird man mit anderen Mitstreitern, die aus der Agrarbranche kommen, verglichen. Wie kann man also als Quereinsteiger den neuen Agrararbeitgeber überzeugen, eine gute Partie für die Agrarstelle zu sein, obwohl der Berufsweg fehlt?

1. Vor dem Quereinstieg: Ehrliche Selbstanalyse

Bevor du dich für einen Quereinstieg entscheidest, reflektiere deine Beweggründe. Denn letztendlich solltest du eine gewisse Leidenschaft für den Jobwechsel in die Agrarbranche verspüren. Diese Fragen helfen dir:

  • Was stört dich an der jetzigen Situation/Branche?
  • Wie bereit bist du für einen Jobwechsel wirklich?
  • Was wünschst du dir von der neuen Position im Agrarbereich?
  • Was hat dich zuletzt im Beruf richtig zufrieden gemacht?
  • Mit welcher Aufgabe könntest du künftig zufriedener sein?
  • Was hält die Agrarbranche für dich bereit? Warum diese Branche?

2. Berufliches Netzwerk ausdehnen

Wie wichtig ein funktionierendes berufliches Netzwerk ist, wird bei Quereinsteigern deutlich. Denn wenn der berufliche Werdegang nicht den Weg zum Agrarjob ebnet, dann kann es ein persönlicher Kontakt sein. Mit diesem Kontakt hättest du einen Anknüpfungspunkt in deiner Bewerbung oder sogar einen Fürsprecher innerhalb der Agrarbranche. Es gilt also, die beruflichen Kontakte in der Agrarbranche auszudehnen. Doch wie gelingt dies?

Dein Netzwerk kannst du über den Besuch auf Agrarfachmessen, Agrarjobmessen oder Agrarkongressen sowie Agrarvorträgen (z.B. Feldtage, Verbandsfachtagungen) ausdehnen. Ein anderer Weg dein Netzwerk zu erweitern, ist Social Media. Nutze Jobprofile wie auf Xing, LinkedIn oder ein AgriTalent Profil, um berufliche Kontakte herzustellen. Stelle Kontakte zu Agrararbeitgebern oder zu Agrar Personalexperten, wie Head Huntern her, die im Agrarbereich sehr gut vernetzt sind.

3. Die Bewerbung: Stelle deine Motivation heraus

Für deine Bewerbung als Quereinsteiger ist es überaus wichtig, dass du deine Motivation und deine Stärken herausstellst. An dieser Stelle kann ein Anschreiben oder ein Motivationsschreiben von Vorteil sein. Insbesondere wenn du schon Berufserfahrung hast, eignet sich ein Motivationsschreiben besonders gut. Folgende Fragestellungen können dir für deine Bewerbung helfen:

  • Was bringst du mit, was hast du bereits gelernt?
  • Warum willst du in die Agrarbranche wechseln?
  • Was ist deine Motivation?
  • Welche praktische Erfahrung hast du in der Agrarbranche?
  • Hast du relevante Kompetenzen im Lebenslauf herausgestellt?
  • Hast du fundiertes Agrarwissen? Wenn ja, woher?
  • Hast du Referenzen (z.B. Praktika, Fürsprecher), die dein Fachwissen unterstreichen?
  • Wie groß ist deine Lernbereitschaft? Kannst du diese belegen (z.B. Kurse, Projekte, Zertifikate)?

4. Das Bewerbungsgespräch: Mach dich auf spezielle Fragen gefasst

Prinzipiell werden dir als Quereinsteiger dieselben Fragen gestellt, wie allen anderen Bewerbern. Allerdings können sich Nuancen unterscheiden. Denn auch hier liegt der Schwerpunkt auf deiner Motivation und Kompetenz. Du solltest deine Umorientierung gut begründen können. Diese Fragen könnten dich erwarten:

  • Welchen Beruf hast du vorher ausgeübt?
  • Warum soll es jetzt in die Agrarbranche gehen?
  • Wie gut hast du dich über das neue Agrar Berufsfeld informiert?
  • Hast du schon praktische Erfahrungen im Agrarbereich gemacht?
  • Welche Vorteile bietest du dem Agrarunternehmen im Vergleich zu einem Arbeitnehmer, der aus der Agrarbranche stammt?
  • Was sind deine Stärken und Schwächen?

5. Bleib immer selbstbewusst

Oftmals ist es gar nicht so leicht, als Quereinsteiger in der Agrarbranche Fuß zu fassen. Da kann es schon mal Absagen geben. Wichtig ist, dabei nicht den Kopf in den Sand zu stecken und sich entmutigen zu lassen. Auch hilft es nicht, sich als Quereinsteiger von Anfang an „klein zu machen“, weil man wechselt und dies nicht vorher wusste. Nur weil du aus einer anderen Branche kommst oder einen Umweg gemacht hast, heißt das nicht, dass du fachlich weniger kompetent bist. Wichtig ist, dass du nun weißt, was du willst und dies auch vermitteln kannst. Also präsentiere dich selbstbewusst und steh zu dir, deinen Stärken, Erfahrungen und fachlichen Fähigkeiten.

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