4 Stationen, die dich im Vorstellungsgespräch erwarten

Im Vorstellungsgespräch gibt es 4 entscheidende Stationen. Kennt ihr sie, könnt ihr euch gezielt auf sie einstellen und seid bestens vorbereitet.

Im Vorstellungsgespräch erfahren Arbeitgeber mit den richtigen Fragen wichtige Details über euch. Es gibt daher keine richtigen oder falschen Antworten. Vorgefertigte Antworten, die im schlimmsten Fall nicht mal treffend auf eure Person sind, sind daher ein absolutes No-Go und helfen weder euch noch dem Unternehmen weiter.

Authentizität ist gefragt. Denn man will euch als Person kennenlernen und ein möglichst gutes Bild davon bekommen, ob ihr ins Team, ins Unternehmen und auf die Stelle passt. Es geht also in erster Linie um eure fachliche und persönliche Qualifikation sowie eure Motivation für den Job. Die Fragen, die euch gestellt werden, zielen also genau darauf ab, diese drei wesentlichen Bereiche beantwortet zu bekommen.

Und übrigens: Eure Gesprächspartner wissen, dass ihr nervös seid, was völlig in Ordnung ist und in einem fairen Gespräch auch entsprechend Berücksichtigung findet.

1 | Fragen zum Lebenslauf

Angefangen mit Fragen zu eurem Lebenslauf: Was hat euren Werdegang bestimmt? Wie habt ihr euch in Jobs, Praktika oder dem Studium organisiert und verhalten? Aber auch Erfolge und Misserfolge sind von Interesse und werden abgefragt.

Beispielfragen:

  • Warum haben Sie sich für den Studiengang / einzelne Module entschieden?
  • Erläutern Sie uns das Ergebnis Ihrer Abschlussarbeit.
  • Warum waren Sie nie im Ausland / warum haben Sie sich für ein Auslandssemester entschieden?

2 | Fragen zum Aufgabengebiet und zum Unternehmen

Es folgen Fragen zum Aufgabengebiet und zum Unternehmen: Wie intensiv habt ihr euch vorher mit der ausgeschrieben Vakanz und dem Unternehmen auseinandergesetzt? Habt ihr eine Vorstellung davon, was euch erwartet und was erforderliche Arbeitsbereiche und damit verbundene Qualifikationen sind? Worin liegt eure Motivation für die Stelle und das Unternehmen?

Beispielfragen:

  • Was halten Sie für wesentliche Herausforderungen in Ihrem Arbeitsgebiet?
  • Was erwarten Sie sich von dem Job und wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Was sind Ihrer Meinung nach wichtige technische oder marktwirtschaftliche Entwicklungen in den nächsten Jahren?

3 | Stressfragen

Und dann gibt es da ja noch die allgemein sehr unbeliebten „Stressfragen“. Ziel dieser unbequemen Fragen ist es, euch aus der Reserve zu locken. Wie reagiert ihr, wenn es ungemütlich wird? Bleibt ihr locker und cool oder reagiert ihr reserviert oder sogar ungehalten? Im Job wird es immer mal Situationen geben, die stressig sind. Es geht also weniger um die Antwort der Frage, sondern eher euren Umgang damit.

Auf Charakterzüge wie Belastbarkeit, Kreativität und Schlagfertigkeit kommt es an. Daher sollte man niemals gereizt reagieren oder sich persönlich angegriffen fühlen. In sich gehen und kurz überlegen. Und wenn einem spontan eine gute Antwort in den Sinn kommt, perfekt!

Beispielfragen:

  • Wenn Sie ein Tier wären: Welches Tier wären Sie?
  • Ihre Noten sind ja nicht besonders. Können Sie uns einen Grund dafür nennen?
  • Wie weit wollen Sie in unserem Unternehmen aufsteigen?

Mit dem Wissen, warum Stressfragen eingesetzt werden, sollte euch der Umgang damit leichter fallen.

4 | Haben Sie noch Fragen?

Das Gespräch endet, indem man euch den Ball zuspielt: „Haben Sie noch Fragen?“ Nutzt die Chance, um möglichst viele Informationen zur Position zu sammeln. Daneben unterstreicht ihr einmal mehr euer Interesse an der Position. Wie du diese Chance am besten nutzt, erfährst du hier.

Authentisch bleiben

Oft sind es die einfachen und naheliegenden Dinge, die Erfolg versprechen- in der Wirtschaft wie im privaten. Ein Garant für Erfolg ist die Authentizität. Mut zum „Ich“, statt darauf zu schauen, was das Gegenüber erwartet! Also wünschen wir euch letzten Endes viel Authentizität für’s nächste Gespräch.