In 8 Schritten zur Marke „Ich“

Pampers, Tempo oder Coca Cola – die kennt jeder! Aber wir sind  auch etwas Besonderes. Etwas Einmaliges. Jeder von uns. Warum sollen wir unsere Individualität dann nicht auch so bewerben, wie die großen Markenstrategen? Wir zeigen dir, wie du deine eigene Marke „Ich“ entwickelst.

Was ist eine Marke und wozu brauche ich eine Marke?

Ob im privaten oder beruflichen Umfeld – wäre es nicht großartig, wenn Leute direkt an uns denken, da unsere Stärken so gefragt sind?! Marken geben uns ein gutes Gefühl. Sie machen uns zufrieden. Sie geben uns Halt und Vertrauen. In einer Welt der unendlichen Austauschbarkeit von Produkten sorgen Marken dafür, dass wir uns orientieren können. Erst die Marke macht aus ähnlichen Produkten etwas ganz Besonderes. Auch Menschen können eine Marke sein. Zwar ist der Mensch kein Konsumprodukt wie BMW oder Mercedes, dennoch gewinnt man mit der eigenen persönlichen Markenbildung Selbstbewusstsein und Ausstrahlung.

Deine Markenstrategie aufbauen

Profil zu zeigen und sich abzuheben sind wichtige Erfolgsfaktoren. Eine Marke zu sein bedeutet daher zu wissen: „Was macht mich einzigartig und damit unterscheidbar zu anderen?“ Viele haben Probleme mit genau dieser Fragestellung, ihrem Alleinstellungsmerkmal oder auch Unique Selling Proposition (USP) genannt. Wer ein fertiges Schema sucht, um seine Marke ICH aufzubauen, der wird enttäuscht. Nur man selbst kann sich die Fragen stellen und beantworten, was die eigene Markenpersönlichkeit ausmacht. Im Folgenden werden einige Hilfestellungen zur eigenen Markenfindung und -bildung aufgeführt.

Wir haben überall ebenbürtige Konkurrenten: bei der Arbeit, beim Sport oder beim Werben um unsere Herzensdame bzw. unseren Herzbuben. Aber Achtung: es gewinnt nicht der Fleißigste, Kräftigste, Beste oder Schönste, sondern der, der sich am cleversten positioniert, präsentiert und vermarktet.

1 | Leidenschaft entdecken

Jeder sollte das machen, wofür er brennt, bspw. Frank Rosin fürs Kochen. Stirbst du für deine Familie? Dann ist das bereits ein wichtiger Hinweis auf deinen Fokus. Kannst du nicht ohne dein Handy oder reichlich Bewegung an der frischen Luft? All dies sind dienliche Hinweise darauf, wenn es darum geht herauszufinden, was dich charakterisiert.

Fragen, die du dir dazu stellen kannst:

  • Was begeistert mich?
  • Was macht meine Persönlichkeit aus?
  • Was mache ich daraus?

2 | Echtheit

Eine Marke baut sich über Jahre auf und kann in Sekunden mühelos zerstört werden. Daher achtet auf ein gesundes Markenfundament. Listet eure Stärken auf und bedenkt dabei unterschiedliche Bereiche:

  • Fachkompetenz z.B. Fremdsprachen
  • Methodenkompetenz z.B. Präsentieren
  • Soziale Kompetenz z.B. Führungsstärke
  • Persönliche Kompetenz z.B. Ausdauer

Eine Marke hat drei bis vier zentrale Merkmale, die jeder nennen kann. Beim Menschen ist das genauso! Fokussiert euch also auf die drei bis vier wesentlichen Stärken. Aber vorsichtig, haltet Abstand von leeren Worthülsen oder Floskeln: Ich bin kompetent und souverän. Das ist jeder! Echt wirkt eine Marke zudem nur, wenn auch das Gesamtkonzept stimmt. Das heißt innen wie außen. Es fängt also mit dem eigenen Auftritt an: Ihr solltet eure Kleidung und euer äußeres Erscheinungsbild so gestalten, dass es zu eurem Image passt. Dazu kommt der Umgang mit euren Mitmenschen. Fällt es euch schwer in Kontakt mit Fremden zu treten oder seid ihr eher aufgeschlossen und kontaktfreudig.

3 | Alleinstellungsmerkmal

Fällt es euch schwer zu sagen, was an euch besonders und einzigartig ist? Dann seid ihr in guter Gesellschaft, denn das geht vielen so. Manchmal kann es hilfreich sein, den Blick von außen miteinzubeziehen. Daher fragt auch Eltern, Freunde oder Partner nach eurem USP, euren Stärken, Schwächen etc.

  • Was macht mich besonders?
  • Was biete ich, was andere nicht bieten können?
  • Was unterscheidet mich von der Konkurrenz?

Kritik kann weiterhelfen, den Markenkern zu schärfen. Daher ist Kritik nicht per se etwas Schlechtes. Im Gegenteil: Kritik ist ein wichtiger Hinweis darauf, wie man nur noch besser werden kann.

4 | Wiedererkennung

Ist das nicht die, die immer diese extravaganten Schuhe trägt? Das ist doch der, der mit seinem Anzug ins Bett geht. Wenn das von euch gesagt wird, habt ihr einen Marker gesetzt – unverwechselbar und extrem markenbildend. Macht es, wie die Großen: beispielsweise Steiff mit dem Knopf im Ohr, Adidas mit den drei Streifen oder Cindy Crawford mit ihrem Muttermal über dem Mund.

5 | Zielgruppe

Schlussendlich ist es maßgebend, den USP auf die Zielgruppe anzupassen, also auf das Unternehmen oder die Branche, in der ihr euch bewegen wollt. Man kann einer vegetarischen Zielgruppe kein Rinderfilet verkaufen, auch wenn der USP sich noch so gut von der Konkurrenz abhebt.

6 | An die Öffentlichkeit

Der beste Mitarbeiter kommt auf keinen grünen Zweig, wenn der Abteilungsleiter die Lorbeeren einheimst. Deshalb: Wenn du weißt wofür du brennst, streu es clever unter die Leute und nimm dir Zeit dafür. Wichtig ist, dass du eine echte Botschaft hast, konsequent und ausdauernd dabei bleibst. Dabei helfen können die richtigen Netzwerke.

7 | Netzwerken

Jeder weiß, dass ein gutes Netzwerk unverzichtbar für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Bei einer starken Marke geht es wie beim guten Netzwerk um Qualität. Geh in einen Sportverein oder einen Förderkreis. Fokussiere dich mehr auf reales Networking als auf virtuelles. Dennoch ist ein Profil in branchenübergreifenden Karriereportalen wie Xing oder LinkedIn empfehlenswert. Wenn du dich allerdings speziell im Agribusiness und der Landwirtschaft vernetzen möchtest, hilft dir ein Kandidatenprofil auf Karrero. Generell ist es wichtig, das eigene Profil weitläufig und kontrolliert zu stärken, weitere Kontakte zu knüpfen, Erfolge hervorzuheben oder an einer Expertenbildung zu arbeiten. Wichtig: Netzwerke bleiben nicht von alleine up to date, sondern müssen regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden.

8 | Selbstreflexion

Wie überall im Leben lautet die Devise: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Daher hört niemals auf euch zu hinterfragen oder euer Profil zu schärfen bzw. kleinere Anpassungen vorzunehmen. Dazu stellt ihr euch regelmäßig folgende Fragen:

  • Wie reagiert euer Vorgesetzter in letzter Zeit auf euch?
  • Welches Feedback bekommt ihr?
  • Habt ihr euer Netzwerk erfolgreich erweitern und pflegen können?
  • Welche Resonanz bekommt ihr auf eure Aktivitäten? Werdet ihr als Experte wahrgenommen und angefragt? Sind dies Reaktionen, die ihr euch erwünscht habt?

Fazit

Wer heute Aufmerksamkeit in seiner Zielgruppe haben möchte, ist aufgefordert, über eine Positionierung nachzudenken. Eine Positionierung, die einen als ehrlichen, spannenden, außergewöhnlichen Charakter zeigt. Den können wir lieben, mit allen Ecken und Kanten. Und natürlich auch mit einem konkreten Nutzen verbinden.