7 Tipps, wie Sie ein Jahresgespräch richtig führen

Immens wichtig und doch oft vernachlässigt: das Jahresgespräch. Dabei ist es ein beidseitiger Gewinn für Sie als (Agrar-) Unternehmer*in und für Ihre Mitarbeiter*innen. Erfahren Sie, wie Sie es richtig umsetzen und profitieren.

Es ist Jahresende und die Terminkalender sind prall gefüllt. Hier noch ein Auftrag, da noch ein Projekt und der Jahresabschluss steht auch noch aus. Hektik und Termindruck bestimmen den Arbeitsalltag. So geht es vielen Arbeitgeber*innen zum Jahresende. Wie ist dabei bloß an ein Jahresgespräch zu denken?

Und doch ist das Jahresgespräch mit den Mitarbeiter*innen immens wichtig und sollte nicht hinten runterfallen! Denn es ist das Führungsinstrument und Motivationsmittel schlechthin. Zu beiderseitigem Gewinn für (Agrar-) Arbeitgeber*in und Mitarbeiter*in.

Wozu dient ein Jahresgespräch?

Das Jahresgespräch ist Rückblick, Ist-Analyse und Vorschau zugleich. Folgende Zwecke erfüllt es:

  • Feedback: Austausch über Leistungen & Arbeitsergebnisse sowie Rückmeldung zum Arbeitsverhalten
  • Kritik & Lösungen: Konflikte und Probleme werden analysiert und Lösungen gesucht
  • Unternehmensziele: Mitarbeiter*in wird über neue Unternehmensziele informiert
  • Leistungsziele: gemeinsam werden Leistungsziele für Mitarbeiter*in vereinbart
  • Weiterentwicklung: Arbeitgeber*in und Mitarbeiter*in erarbeiten Weiterentwicklungsmöglichkeiten

Welche Vorteile hat ein Jahresgespräch?

  • Es fördert das Arbeits- und Betriebsklima
  • Es fördert den Austausch von Erwartungen und Wünschen beider Seiten
  • Es schafft Vertrauen zwischen beiden Parteien
  • Es motiviert die Mitarbeiter*innen und verbessert somit die Leistungsbereitschaft
  • Es stärkt das Zugehörigkeitsgefühl seitens der Mitarbeiter*innen zum (Agrar-) Unternehmen

Wie gelingt das Jahresgespräch?

Zuallererst ist das Jahresgespräch eine Chance dahingehend, eine Grundlage für den gemeinsamen Erfolg im nächsten Arbeitsjahr zu schaffen. Sie sollten es daher nicht halbherzig angehen. Bereiten Sie es gründlich vor, damit die gemeinsamen Beschlüsse anschließend auch gelebt und nicht nur pro forma in der Personalakte abgelegt werden.

7 Tipps, wie Sie das Jahresgespräch effizient führen:

Damit das Jahresgespräch gelingt, haben wir folgende Tipps für Sie als Arbeitgeber*in:

  1. Frühzeitige Terminabstimmung: Nennen Sie frühzeitig den Termin, sodass beide Seiten sich vorbereiten können.
  2. Ausgiebige Vorbereitung: Lesen Sie sich das Ergebnis des letzten Jahresgespräches durch, falls vorhanden. Machen sie sich Notizen zu Fragen und Punkten, die Sie klären möchten.
  3. Ruhige Atmosphäre schaffen: Suchen Sie sich ein Zeitfenster, in dem es ruhig ist. In der Regel dauert das Gespräch ca. ein bis zwei Stunden. Setzen Sie sich dazu in einen Raum, wo Sie ungestört sprechen können.
  4. Ziele abgleichen: Falls es ein Gesprächsprotokoll vom vorherigen Jahr gibt, gleichen Sie die dort genannten Zielsetzungen miteinander ab. Dabei sollte auch der*die Mitarbeiter*in eigene Gedanken schildern können.
  5. Feedback geben & erhalten: Nutzen Sie die Chance und ermutigen Sie Ihre*n Mitarbeiter*in, sich zur Arbeitssituation, dem Team oder Leitung zu äußern. Erfahren Sie mögliche Änderungswünsche und erarbeiten Sie Lösungen. Haben sie ein offenes Ohr, um es ggf. im nächsten Jahr besser zu machen.
  6. Neue Ziele konkretisieren: Erarbeiten Sie gemeinsam, wie es im nächsten Jahr beruflich weitergehen soll. Halten Sie konkrete Ziele, Entwicklungsschritte und Maßnahmen schriftlich im Protokoll fest. Damit wissen Sie, wie Sie Ihre*n Mitarbeiter*in gezielt fördern und motivieren können. Außerdem schafft es die Basis für das nächste Jahresgespräch.
  7. Nachgespräch führen: Erkundigen Sie sich nach einigen Wochen, wie die Umsetzung der Vereinbarungen (wie z.B. Weiterbildung) oder Änderungswünsche an den Arbeitsbedingungen erfolgt. So erfahren Sie, ob Sie ggf. nachjustieren müssen.
  8. Regelmäßig Feedback einholen: Fragen Sie Ihre*n Mitarbeiter*in in regelmäßigen Abständen (ca. 3-4 Monate), wie die Umsetzung läuft und wie es ihm*ihr damit geht. Wenn Sie erst im nächsten Jahresgespräch danach fragen, könnte es sein, dass die Zielvereinbarungen nicht erreicht wurden. Er*Sie hätte sich dann nicht nur das ganze Jahr über vernachlässigt gefühlt, sondern müsste sich nun auch Ihrer Kritik am Jahresende stellen. Dies wird demotivieren.

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