World Dairy Expo Teil 3: Präsentation des Supreme Champion ist Höhepunkt

Am Samstag ging es dann in den Endspurt mit der internationalen Holstein-Show. Diese war für uns viel interessanter als die Red & White Show, demnach verließen wir schon um etwa 7:30 Uhr das Hotel mit unseren gepackten Koffern. Die Holstein- Show live zu sehen, ist einfach großartig. Die Preisrichter hatten mit Sicherheit keinen leichten Job, diese riesigen Klassen zu richten. Teilweise waren über 40 Kühe gleichzeitig im Ring! Richtig interessant wurde es ab den 4-jährigen Damen. Hier trafen nach und nach die Vorjahres-Gewinner und Titelträger von anderen Schauen aufeinander. Hezbollahs Schwanz sah übrigens perfekt aus, kaum zu glauben, wie gut ihre Betreuer den Makel vertuscht haben!

Ich kam bei den ganzen excellenten Kühen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Nun kann ich auch sagen: Ich habe Kühe, die EX 95 oder EX 97 sind, live gesehen und zum Beispiel Lotto auch auf einem Foto mit mir verewigt. Der Grand Champion der internationalen Holstein- Show war am Ende die überragende Missy.

Und dann war die Abreise geplant, was mich wirklich traurig machte. Wenn ich schon mal bei der World Dairy Expo war, wollte ich doch gerne noch den Supreme-Champion sehen. Denn gerade dieses Ereignis sollte der Höhepunkt nach den ganzen Tagen sein! Jenny schien jedoch nicht wirklich daran interessiert zu sein, und auch Jennifer wollte gerne ins Auto um möglichst zügig die Rückreise nach Kanada zu beginnen. Nach etwa einer halben Stunde gutem Zusprechen von einigen anderen Freunden wurden die Beiden dann doch umgestimmt, um mir die Wahl zum Supreme nicht vorzuenthalten. Und das hat sich wirklich gelohnt!! Die Arena wurde komplett abgedunkelt. Dann wurden sowohl die amerikanische als auch die kanadische Nationalhymne gesungen. Nach einigen Reden standen dann die Kühe wieder im Rampenlicht.

Nach und nach schritten die Grand Champions aller Rassen in den Ring. Während jede Kuh einzeln einlief, wurden ihre schon erreichten Titel vorgetragen. Das machte die Atmosphäre sehr feierlich und einfach wunderschön. Die Vorführer hatten, passend zu den Sägespänen, lila-farbene Hemden an. Auch die Kühe blieben dieser Farbe mit einer Decke treu. Es lief leise Musik im Hintergrund, ansonsten war es vollkommen still. Der Umschlag mit dem Namen des Supreme- Champions wurde, wieder im Spotlight, von einer Frau zum Redner-Pult gebracht und dann verkündet: Supreme-Champion ist Missy, die Holstein-Kuh, Reserve Supreme-Champion war der Grand-Champion der Jerseys. Nach der Stille folgte natürlich tosender Applaus, was alles noch perfekter machte.

Gegen 20 Uhr traten wir dann etwas später als geplant die Heimreise an. Nachdem wir Chicago hinter uns gelassen hatten, suchten wir uns wieder ein Hotel und fuhren erst am nächsten Morgen weiter. Um 17 Uhr waren wir nach ein paar anstrengenden Tagen wieder zuhause. Am Abend war dann der krönende Abschluss: Das Thanksgiving- Dinner mit meiner Gastfamilie 🙂