„World Dairy Expo – Around the world of dairy in 5 days“

So lautet das diesjährige Motto der Expo in Madison, Wisconsin/ USA. Dieses Riesen-Event möchten viele Landwirte und mit Sicherheit jeder Vollblut-Züchter mindestens einmal in seinem Leben erlebt haben. Neben den Ausstellungsbereichen unter freiem Himmel mit Fütterungstechniken und anderen neuen Erfindungen für die Außenwirtschaft sowie Produktvorstellungen von internationalen Firmen rund um die Milchwirtschaft in den Ausstellungshallen treffen Kühe der Zukunft, Bullenmütter, ja, die besten Kühe der Welt aufeinander.

Bevor ich von meinen Erlebnissen der World Dairy Expo beginne, möchte ich noch kurz von der Holstein- Show berichten: Nach einer ca. einstündigen Fahrt kamen wir am Montag gegen 12 Uhr in Haldimand Norfolk an. Etwa zur selben Zeit trafen auch die Kühe ein. Meine Aufgaben waren: Betten machen, Betten sauber halten, Kühe melken, alle Tiere mit Wasser und Heu versorgen und, was am wichtigsten ist, den Part des „Pooper Scooper“ übernehmen. Das bedeutet nichts anderes als; alles, was vorne hereinkommt, kommt hinten auch wieder raus! Also, beide Augen auf die Hinterteile der 16 Tiere gerichtet und darauf warten, dass die nächste Dame ihren Schwanz anhebt. Bei fantastischer Versorgung mit sowohl fester als auch flüssiger Nahrung und sehr viel Spaß im gesamten Betreuer-Team endete der erste Tag für mich um 3 Uhr in der Nacht.

Nach 2 Stunden Schlaf im Stroh begannen wir um 5 Uhr mit dem Waschen der Kühe und machten die Betten. Um 10:30 Uhr startete die Show mit dem Vorführwettbewerb, bei dem ich den 6. Platz in meiner Klasse erreichte. Im Anschluss daran begann die Holstein-Show. Das Resultat: Fünf 1. Plätze, vier 2. Plätze, Reservesieger Junior (Kälber und Rinder), Sieger Junior- Kollektion („Juniors- Herd“/ 3 Rinder von einer Farm), Reservesieger Betriebskollektion („Breeders Herd“/ 3 Kühe einer Farm) und zusätzlich 2 Sonderpreise für die Anzahl der aufgetriebenen Tiere in Relation zu den erreichten Platzierungen.

Nach einem mehr als erfolgreichen Tag in Norfolk wurde ich am Mittwochabend von Jenny (die Jersey- Züchterin, der ich auf 2 Schauen geholfen habe) und Jennifer abgeholt. Etwa 2 Stunden später passierten wir die Grenze zur USA. Es dauerte eine halbe Stunde, um die Genehmigung für die Einreise zu bekommen. Um 3 Uhr, nachdem wir Chicago gerade hinter uns gelassen hatten, rasteten wir für ein paar Stunden Schlaf in einem Motel. Nach einer kurzen Nacht kamen wir nur 2 Stunden später bei der World Dairy Expo in Madison an. Die Gebäude, die Umgebung und nicht zuletzt die Besuchermassen aus der ganzen Welt waren beeindruckend.

Fortsetzung folgt …