Unzufriedenheit im Job: Kündigen oder ansprechen?

Morgens fällt es schwer, aus dem Bett zu kommen. Der Weg ins Büro – eine einzige Qual. Die Arbeitstage ziehen sich wie Kaugummi. Und auch das Wochenende ist zu kurz um abzuschalten und sich zu erholen. Kurz: Man ist unzufrieden im Job.

Wenn man die Ursachen für die Unzufriedenheit im Job stark vereinfacht und auf das Wesentliche reduziert, dann sind es fast immer folgende Gründe, die einem den Beruf vermiesen:

  1. Falscher Job
  2. Falsches Umfeld

Sagt man es dem Chef? Und wenn ja, wie sagt man es dem Chef – ohne gleich wie ein Jammerlappen oder Weichei dazustehen?

Zunächst: Versuche dir bewusst zu werden, woher die Unzufriedenheit konkret herrührt, denn nur so macht ein Gespräch mit dem Vorgesetzten überhaupt Sinn. Nur wer erkennt, was einen stört, kann das Problem auch angehen. Und dann sollte man auch frühzeitig das Gespräch suchen. Nur so kann man an der bestehenden Situation am meisten ändern und Selbstbewusstsein und Verantwortung zeigen, bevor man einem berechtigterweise vorwerfen könnte: Warum haben Sie das nicht schon viel eher gesagt?

Generell gilt, ein Gespräch mit dem Chef sollte man besser nicht spontan suchen, sondern sich gut vorbereiten! So kann man sein Anliegen ruhig und sachlich vortragen. Wer gut vorbereitet in diesen Termin geht, kann die Chancen nutzen, die sich bieten.

Folgendes Vorgehen sollte man dabei beachten:

  1. Vereinbare einen Termin: Ein Gespräch mit dem Chef muss rechtzeitig und im Voraus ankündigt oder vereinbart werden.
  2. Überlege dir gute Argumente: Überlege dir zu Hause in Ruhe, was du konkret ansprechen willst. Um was geht es ganz speziell? Was möchtest du erreichen? Überlege dir auch, wie dein Chef auf dein Anliegen reagieren könnte. Du kennst ihn ja mehr oder weniger gut und kannst vielleicht einschätzen, wie er in bestimmten Situationen reagiert. Spiele das Gespräch in Gedanken schon einmal durch. Wichtig ist, dass du dir selbst ganz sicher bist, was genau du erreichen willst. Am besten notiere dir Stichpunkte und gehen diese noch einmal vor dem Gespräch durch. Wenn du komplexere Themen besprechen musst, kannst du deinen Stichpunktzettel natürlich mitnehmen und ab und zu einen Blick darauf werfen.
  3. Achte auf deine Körpersprache: Bereite dich nicht nur mental auf das Gespräch mit dem Chef vor, sondern mache dich je nach Gesprächsanlass vielleicht auch ein wenig chic. Natürlich nicht zu viel, aber es verhandelt sich umso besser, je sicherer du dich in deiner Haut oder eben dem Outfit fühlst.
  4. Keine Schuldzuweisungen: Sieh das Gespräch als Chance und geh positiv in den Termin. Immerhin hast du die Möglichkeit, Dinge, die dich stören, zu verbessern. Wer seinem Chef mit einer positiven Grundeinstellung gegenüber sitzt, bringt seine Wertschätzung zum Ausdruck und ist außerdem ein angenehmer Gesprächspartner.
  5. Biete Lösungsvorschläge an: Im Gespräch legt man dann gemeinsam mit dem Vorgesetzten mögliche Lösungsvorschläge fest. Achte also darauf, dass aus diesen keine Stolpersteine werden. Die Ziele müssen realistisch und an einen konkreten Zeitrahmen geknüpft sein. Und damit man sich nicht doch verläuft, falls man die Ziele kurzfristig aus den Augen verliert, sollte alles schriftlich festgehalten werden.

Apropos viele Unternehmen nutzen vor allem den Jahreswechsel für ein sogenanntes Jahresgespräch mit den Mitarbeitern. Das könnte auch für dich die Gelegenheit sein.

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