Unzufrieden im Agrar Job? So kommst du wieder auf Kurs!

Du bist unzufrieden und dich quält der Gedanke an deinen Job? Du weißt nicht, warum und wie du damit umgehen sollst? Finde heraus weshalb du in dieser Misere steckst und was du konkret ändern kannst, um wieder auf Kurs zu kommen.

Du stehst morgens auf und denkst direkt „Ich habe keine Lust auf meinen Job“!? Das geht sicherlich jedem ab und an so. Es sollte aber kein Dauerzustand sein. Wenn das zutrifft, dann musst du etwas ändern. Denn wer lange in dieser Situation verharrt, wird auf Dauer unglücklich werden. Schließlich verbringen wir jeden Tag sehr viel Zeit mit unserem Agrar Job – sogar mehr als mit Familie und Freunden.

Schritt 1: Dem Ursprung der Unzufriedenheit auf die Spur kommen

Zunächst lohnt es sich herauszufinden, warum du den Gedanken hast, dass dein Agrar Job nichts für dich ist. Das kann mehrere Gründe haben und ist abhängig von deiner persönlichen Situation. Doch welche Situation trifft auf dich zu? Die folgenden Szenarien können dir dazu Hilfestellung geben.

Situation 1: Die „falsche Wahl“ – Dein Agrar Job hat noch nie zu dir gepasst

Frage dich, was dich damals dazu bewegt hat, deinen Agrar Job zu wählen. Hast du bei der Wahl eher selbst- oder vielleicht sogar fremdbestimmt gehandelt? Denn oft handeln wir nach dem, was uns unser Umfeld „empfiehlt“. Das passiert unterbewusst. Wir lassen uns verleiten und hören nicht auf unser „Bauchgefühl“. Andere haben schnell eine Meinung. Die muss aber nicht unbedingt gut für einen selbst sein. Diese Fragen geben dir Aufschluss, ob du dich in dieser Situation befindest.

  • Hast du deine Agrar Job Wahl selbst getroffen?
  • Inwiefern hat dich dein Umfeld (Familie, Freunde, etc.) beeinflusst?
  • Warst du von Anfang an begeistert oder fühlte es sich eher gezwungen an?
  • Entsprach der Job damals deinen Fähigkeiten und Interessen?
  • Was war deine Motivation, den Job anzutreten?
  • Was waren deine beruflichen Ziele? Waren es deine eigenen Ziele?
  • Wie schnell hast du deine Entscheidung getroffen (überstürzt/wohlüberlegt)?

Situation 2: Dir fehlt etwas in deinem Agrar Job, du weißt nur nicht genau was

Du hast das Gefühl, der Agrar Job ist eigentlich ganz ok, aber irgendetwas fehlt. Du kannst es aber nicht genau definieren. Es kann aber auch sein, dass dich ein Faktor stört, aber du ihn noch nicht identifizieren konntest. Stelle dir diese Fragen, um herauszufinden, was nicht optimal läuft:

  • Wie wolltest du arbeiten (im Team/allein, selbstständig/angeleitet, etc.)?
  • Welche Tätigkeiten wolltest du ursprünglich absolvieren?
  • Arbeitest du nach deinen damaligen Vorstellungen?
  • Gibt es Faktoren, warum du dich unwohl fühlst (Aufgaben, Kollegen, Chef, etc.)?
  • Trifft der Agrar Job deine Fähigkeiten? Oder fühlst du dich überfordert/unterfordert?
  • Passt der Agrarbereich vom Thema her zu deinen Interessen oder siehst du diese eher woanders?
  • Kannst du dich selbst verwirklichen, wenn das dein Ziel ist?
  • Gibt dir der Job genug berufliche Perspektive?

Situation 3: Dein Agrar Job passt nicht mehr zu dir und du möchtest zu 100% etwas Neues

Du hast deinen Agrar Job damals bewusst für dich ausgewählt. Er hat für eine gewisse Zeit sehr gut zu dir gepasst und dir Spaß gemacht. Du merkst allerdings, dass dich immer wieder die Frage quält, ob du etwas Neues wagen solltest? Das ist normal, denn jeder von uns entwickelt sich weiter – privat wie auch beruflich. Wir haben andere Ziele, die wir verfolgen. Diese Ziele gilt es zu erreichen. Doch finde zunächst heraus, ob du alle Eventualitäten bedacht hast:

  • Wieso passt der Job nicht mehr zu dir?
  • Hast du dich persönlich verändert?
  • Inwiefern hast du dich verändert? Wie äußert sich das?
  • Bist du dir sicher, dass du deine Ziele im jetzigen Job nicht erreicht kannst?
  • Hast du über Alternativen mit deinem Chef/deiner Chefin gesprochen?

Situation 4: Deine Lebensumstände haben sich geändert und du musst den Agrar Job wechseln

Ein Umzug, eine Trennung vom Partner oder ein plötzlicher Stellenabbau – es gibt viele Gründe, warum ein Agrar Job plötzlich nicht mehr ausgeübt werden kann. Manchmal können wir die Dinge nicht beeinflussen, die uns zu einem Jobwechsel zwingen. Dabei hilft es nur nach vorne zu blicken und den Neustart gut vorzubereiten.

Schritt 2: Mit den richtigen Fragen wieder auf Kurs kommen

Unabhängig davon in welcher Situation du dich befindest. Jetzt muss nach vorne geblickt werden, um deine berufliche Zukunft wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Dazu ist es zunächst besonders wichtig, dass du dir die richtigen Fragen stellst. Nur so kannst du herausfinden, wie dein nächster Kurs aussehen soll. Das bewahrt dich vor Schnellschüssen oder unüberlegten Handlungen, die womöglich durch deine Umwelt beeinflusst werden könnten. Mach dir bewusst, was du wirklich möchtest.

Berufliche Ziele setzen

  • Was ist dir wichtig im Job (Sicherheit, Selbstverwirklichung, Kollegialität, etc.)?
  • Wie möchtest du arbeiten (Team/allein, selbstständig/angeleitet, kreativ, etc.)?
  • Welche Agrarthemen begeistern dich (Ackerbau, Tierhaltung, Erneuerbare Energien, etc.)?
  • Welche Fähigkeiten und Interessen möchtest du (stärker) verwirklichen?
  • Wohin möchtest du dich entwickeln?
  • Wer und wie möchtest du sein? Hast du Vorbilder (privat und beruflich)?
  • Wie möchtest du beruflich wahrgenommen werden?
  • Womit möchtest du arbeiten und deine Zeit verbringen (z.B. Menschen, Tiere, Maschinen, IT, etc.)
  • Hast du materielle Ziele, die du beruflich erreichen willst (z.B. Gehalt, Dienstwagen, etc.)?
  • Hast du ein Karriereziel, was du anstrebst (z.B. Teamleiter, Geschäftsführer, etc.)?
  • Möchtest du im Angestelltenverhältnis oder lieber selbstständig arbeiten?

Berufliche und persönliche Ziele miteinander abstimmen

  • In welcher Situation befindest du dich privat (Single, Beziehung, Familiengründung, Elternpflege, Hausbau, etc.)?
  • Wie flexibel kannst du deine Arbeitskraft einsetzen? Hast du private Verpflichtungen?
  • Wieviel bist du bereit für deine beruflichen Ziele zu geben (Bereitschaft zu Überstunden)?
  • Wie möchtest du leben und lässt sich das mit deinem Arbeitsort vereinbaren (Stadt/Land)?
  • Kannst du deine Ziele im Beruf erreichen oder gilt es vielleicht eher über eine private Veränderung deine Bedürfnisse zu erfüllen (z.B. Hobby)?

Schritt 3: Den neuen Kurs ansteuern

Wenn du dir die wesentlichen Fragen beantworten konntest, dann bist du bereit für den schwierigsten Schritt: Deinen neuen Kurs ansteuern. Denn das ist, für die meisten unter uns, der schwierigste Schritt. Er bedeutet Veränderung und Veränderung heißt immer, die Komfortzone zu verlassen. Das ist erst einmal unbequem. Aber nur so wirst du langfristig erfolgreich und glücklich werden, in dem was du tust.

Wie stark die Veränderung sein wird, ergibst sich auch deiner jetzigen Situation (Schritt 1) und deinen Erwartungen an den Agrar Job, den du dir wünschst (Schritt 2). Dabei muss eine Veränderung nicht immer ein beruflicher Neuanfang sein. Auch kleine Anpassungen im jetzigen Agrar Job können schon genug frischen Wind mit sich bringen.

Die folgenden Veränderungen stellen keine Pauschallösung für jeden dar. Sie sind als Inspiration gedacht und bieten dir Optionen, wie eine solche Veränderung aussehen könnte.

Option 1: Agrar Job behalten und (beruflich/privat) feinjustieren

Mach dich auf die Suche nach den Faktoren, die dir fehlen oder dich stören. Wenn du sie gefunden hast, dann schau, ob sie sich im Job verbessern lassen. Suche hierzu das Gespräch mit deinem Chef/deiner Chefin. Benenne deine Wünsche und versuche dir eine passendere Situation auf der Arbeit zu erschaffen.

Wenn du den Anschein hast, dass sich der Job nicht vollends anpassen lässt, dann gibt es auch die Möglichkeit eine Alternative im Privatleben zu finden. Hast du zum Beispiel das Bedürfnis, dich mehr zu bewegen oder mehr Verantwortung zu übernehmen, dann kann ein Haustier auch eine Lösung sein. Verändere zunächst kleine Nuancen in deinem Leben. Manchmal reichen diese bereits aus.

Option 2: Agrar Job kündigen und neuen Job suchen

Du bist dir sicher, dass es auch mit kleinen beruflichen Veränderungen nicht mehr geht. Dann dreh an der großen Stellschraube und begebe dich auf die Suche nach einem neuen Agrar Job. Vorsicht allerdings bei überstürzten Entscheidungen. Bereite dich vorher gut vor und analysiere deine persönliche Situation. Sonst droht schnell der Rückfall in die altbekannte berufliche Unzufriedenheit.

Option 3: Job behalten, aber mit Auszeit

Bei dir ist die Luft raus? Das heißt nicht, dass du gleich kündigen musst. Sabbaticals bieten eine großartige Möglichkeit, sich für eine bestimmte Zeit eine berufliche Pause zu nehmen. Alternativ geht auch ein unbezahlter Urlaub. Kläre es in deinem Agrarunternehmen ab, ob dies eine Möglichkeit sein könnte.

Option 4: Job kündigen und Auszeit nehmen

Du hast keine Lust mehr auf irgendeinen Job? Du bist dir unsicher, was du beruflich wirklich machen willst? Oder dich belastet etwas privat? Dann nimm dir eine Auszeit vom Berufsleben. Das ist vollkommen ok. Die größte Herausforderung dabei ist oft, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen („Was denken die Leute von mir?“). Dies ist eine gute Chance, neue Eindrücke zu gewinnen. Denn diese stellen manchmal alles auf den Kopf. Oft sieht man hinterher deutlich klarer als vorher – das kommt dir anschließend bei der neuen Agrarberufswahl zugute. Wenn dein Bauchgefühl dir also sagt, du brauchst jetzt Zeit für dich, dann nimm sie dir!

Kurz zusammengefasst

Erkenne zunächst deine berufliche Situation, indem du herausfindest, warum du unglücklich in deinem Agrar Job bist. Finde dann heraus, wie dein optimaler Agrar Job aussehen könnte, indem du dir berufliche Ziele setzt und diese mit deiner privaten Situation abgleichst.

Wenn du deine Gesamtsituation analysiert hast, dann gilt es einen neuen Kurs einzuschlagen. Dabei muss es nicht immer gleich ein Agrar Jobwechsel sein, manchmal reichen auch kleine Veränderungen am jetzigen Agrar Job. Oder du probierst es mit einer beruflichen Auszeit, um wieder auf den richtigen Kurs zu kommen.

Wichtig dabei ist: Stress dich bitte nicht! Die Suche nach dem optimalen Agrar Job ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen erledigt werden kann. Nimm dir also genug Zeit für deine Entscheidung.

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