Saskatchewan – Land of Living Skies

Wie auf dem Foto von letzter Woche zu sehen passt dieser Titel, welcher gleichzeitig auch der Spitzname der Provinz ist, perfekt. Egal ob malerische Sonnenuntergänge, unendlicher blauer Himmel oder große Gewitterfronten die schon von weitem zu sehen sind. Die Kulisse ist wirklich atemberaubend und sehr eindrucksvoll.

Die Ernte geht weiter. Mittlerweile sind wir schon am Ende der dritten Erntewoche. Es liegen noch einige hunderte Hektar vor uns. Der Ertrag ist bisher gut. Einige Felder sind jedoch etwas verunkrautet, dies erschwert und verlangsamt die Ernte auf manchen Flächen. Trotz allem können wir aber durchschnittlich mit 3,5 Meilen pro Stunde, also meist über 5 km/h ernten. Bei zehn Metern Schneidwerk mal drei Drescher kommt da eine erstaunliche Fläche am Tag zusammen.

Steine
Steine

Die Felder sind teilweise auch sehr steinig. Daher werden manche Abschnitte vor der Aussaat gewalzt, um die Steine in den Boden zu drücken. Einige kommen mit der Zeit aber immer wieder hoch. Durch das tiefe Schneiden der Linsen sind fast täglich Steine in der Steinfangmulde der Drescher (Foto). Diese ist hinter dem Schrägförderer angebracht. Die Steine können dadurch nicht in den Dreschmechanismus gelangen und größere Schäden werden vermieden. Trotz allem werden die Schneidwerke auf eine harte Probe gestellt. Messer und Finger der Förderschnecke müssen täglich kontrolliert und ggf. ersetzt werden.

Außer ein paar kleinen Reparaturen hatten wir keine Ausfälle. Die Erntetechnik macht gute Arbeit. Neben den Dreschern haben wir noch einen Überladewagen im Einsatz. Dieser hat eine integrierte Waage, mit der wir jedes geerntete Kilo, bzw. Pound, verwiegen bevor wir auf die LKW´s überladen. So lässt sich schnell der Ertrag feststellen und die Drescher können täglich kalibriert werden. Mit Hilfe des GPS Systems werden Ertragskarten für jede Fläche generiert, die nachher grafisch dargestellt werden können. Eine wirklich interessante Technologie, die die Effektivität des Ackerns dokumentieren und eventuell sogar nachhaltig steigern kann, wenn man die enthaltenen Informationen auswertet und bei späteren Arbeitsschritten verarbeitet und nutzt.

In der letzten Woche haben wir uns mit einigen anderen Erntehelfern hier in der Region getroffen. Es war interessant zu hören wie es auf anderen Farmen so läuft. Außerdem haben wir mal wieder feststellen müssen wie klein die Welt doch ist. Die Welt ist ein Dorf, besonders in der Landwirtschaft.