Pünktlich zum Start der Abkalbesaison zurück in Irland

Wie bereits im letzten Bericht erwähnt, bin ich seit Anfang Februar wieder zurück auf der grünen Insel und schon wieder mitten drin im Geschehen. Hier dreht sich derzeit alles um die saisonale Abkalbung und den Start in die neue Weidesaison, worüber ich in den folgenden Wochen berichten werde. Witzigerweise hat die erste Kuh genau an dem Abend gekalbt, als ich auf der Farm angekommen bin. In der Zwischenzeit meiner Abreise und Ankunft vor zwei Wochen ist hier auf der Farm also nicht viel passiert. Bis auf die routinemäßigen Stallarbeiten, Tierkontrolle und Vorbereitung der Abkalbesaison herrschte noch immer Winterpause. Alle Tiere waren noch vor Weihnachten trockengestellt und ab Januar fieberte die ganze Familie dem Start der neuen Abkalbesaison entgegen. Und diese wurde ausgerechnet am Tag meiner Ankunft eingeläutet. Eine Färse aus dem letzten Jahr hatte ohne Probleme ein gesundes, weibliches Kalb zur Welt gebracht. Ein gutes Zeichen für den Start ins neue Jahr.

Aufgrund meiner vorangegangenen vier Monate auf dem Betrieb waren die Ankunft auf der Farm, sowie die Aufnahme der Arbeit am nächsten Tag von Vertrautheit und Routine geprägt. Mein Zimmer fand ich so vor wie ich es vor fünf Wochen verlassen hatte und ein Blick auf meine Gummistiefel in der Ecke wo ich sie immer abstellte, ließen mich schmunzeln und in freudiger Erwartung auf die nächsten Wochen blicken. Obwohl ich bereits jeden Winkel der Farm kenne, mir alle Tiere vertraut sind und ich in etwa erahnen kann, was mich erwarten wird, ist doch aufgrund der arbeitsintensiven Abkalbesaison nun alles anders. Alle Tiere werden in kürzester Zeit abkalben und benötigen intensive Betreuung. Geburtsmanagement, Kälberaufzucht, sowie ein rasanter Einstieg ins Melken stellen nur einige Herausforderungen dar. Ebenso wird fast zeitgleich die neue Weidesaison beginnen und neben den parallel anfallenden normalen Stallarbeiten, muss die Gülle ausgebracht werden. Der Fokus wird sich also innerhalb kürzester Zeit von den routinemäßigen Stallarbeiten auf ein spezialisiertes Arbeitsmanagement richten.

Da es sich bei meiner Farm um einen Familienbetrieb handelt und neben dem Betriebsleiter nur eine Aushilfskraft unter der Woche beschäftigt ist, werden die nächsten Wochen sicherlich sehr anstrengend werden und ich bin gespannt wie wir hier mit der enormen Arbeitsbelastung umgehen werden. Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen und blicke diesen positiv und voller Erwartungen entgegen. Ich werde sicherlich sehr viel lernen und jede Menge Erfahrung sammeln können. Von meinen Erlebnissen werde ich hier fortan berichten und schicke vorab ein paar Bilder von den ersten Kälbern und Kühen aus Irland rüber.