Morgen und abends dreschen

Hallo liebe Leser und Willkommen zur 5. Ausgabe meines Auslandstagebuchs!

Die heutige Ausgabe ist mein harvest latenight special. Wieso das fragt ihr euch?
Ganz einfach, heute berichte ich euch etwas mehr über die laufende Getreideernte und die Strohbergung.

In der letzten Woche wurde ich mit einer neuen zusätzlichen Aufgabe beauftragt: Ich sollte abends, wenn es kühler und humider wird, Mähdrescher fahren.  In der Mittagshitze wird das Stroh so trocken und brüchig, dass es im Mähdrescher praktisch völlig zermahlen wird und so nicht mehr zur weiteren Verarbeitung zu gebrauchen ist, aus diesem Grund versuchen wir hier möglichst viel in den Morgen und Abendstunden zu dreschen, damit wir später dieses Stroh pressen und verkaufen beziehungsweise verfüttern können.

So kommt es, dass ich in der letzten Woche abends nach dem Abendessen noch 2-3 Stunden auf dem Mähdrescher zugebracht und alle Fieldbins für den folgenden Tag gefüllt habe.

So sehen die Straßen hier ausDas pressen des Strohs erfolgt auch bevorzugt morgens und abends, manchmal sogar die ganze Nacht durch. Tagsüber ist das Pressen des Strohs fast unmöglich, da es entweder nicht von der Pickup aufgenommen wird oder in der Quarderballenpresse zerfällt und runde statt eckige Strohballen produziert.

Die Strohbergung ist allerdings, ganz anders als in Deutschland nicht so eng mit der Ernte selbst gekoppelt, da hier nicht so stark mit Regenfällen und Gewittern gerechnet werden muss.
Deshalb wird die Strohbergung wohl noch einige Zeit bis nach der eigentlichen Ernte andauern.

So kommen wir nun zu dem Stand der Momentanen Ernte:
Die Gerste haben wir, wie ich euch schon berichtet habe, schon beendet.
Die Süßlupinen haben wir im laufe dieser Woche beendet.
Wir befinden uns also nun im Weizen und haben noch ca. 250 Hektar vor uns.
Laut den Prognosen meines Chefs werden wir dann wohl am Ende der kommenden Woche fertig sein.

Liebe Grüße Maximilian