Erste Bodenbearbeitung mit dem Versatile

Nachdem das schlechte Wetter die Ernte etwas unterbrochen hat, sind wir seit einigen Tagen wieder im Feld. Langsam ist ein Ende in Sicht, es liegen aber noch einige Hektar vor uns. Wir arbeiten mit den Dreschern gerade auf den letzten beiden Feldern mit Linsen. Für die brauchen wir jedoch noch ein paar Tage. Danach bleiben noch einige Hektar Weizen und Sojabohnen.

Alle Flächen der Farm werden im Frühjahr per Direktsaatverfahren bestellt. Alle Kulturen werden als Sommerungen angebaut. Einen Düngerstreuer sucht man auf den Hofstellen vergeblich. Der Dünger wird lediglich zusammen mit der Saat ausgebracht. Auch die Bodenbearbeitung fällt ganz minimal aus. Felder mit viel Stroh werden gestriegelt. So genannte „low spots“ sind Stellen an denen sich im Frühjahr meist das Wasser sammelt, da diese tiefer liegen als der Rest des Feldes. Diese werden nach der Ernte mit der Scheibenegge ganz flach aufgezogen. Auch einen Pflug ist hier in der Region kaum zu finden.

An den Tagen an denen es zu nass war zum Dreschen haben ein Kollege und ich mit der Bodenbearbeitung begonnen. Der Knickschlepper hat stolze 500 PS. Die Scheibenegge der Firma Horsch hat eine Arbeitsbreite von über zehn Metern. Geschwindigkeit beim Scheiben liegt bei ca. 16 km/h.

Alle Senken müssen aufgezogen werden, damit im Frühjahr alles schnell und gleichmäßig abtrocknen kann. Diese liegen ungleichmäßig über die Felder verteilt. Bei den Dimensionen hier manchmal echt schwierig den Überblick zu behalten. Felder mit schlechtem Boden oder hohem Unkrautaufkommen werden nach Bedarf auch komplett bearbeitet.