Céad Míle Fáilte – ein Herzliches Willkommen auf der grünen Insel

Nachdem ich gut in Irland angekommen bin und vor dem Start meines Praktikums ein paar wunderschöne Urlaubstage auf der grünen Insel verbringen konnte, machte ich mich gut erholt und voller Vorfreude auf den Weg zu meiner Gastfamilie. Von Dublin aus ging es für 4,5 Stunden mit dem hiesigen irischen Busunternehmen einmal quer durchs Land Richtung Cork. Alleine die Fahrt war schon ein kleines Abenteuer an sich, da die Straßen hier nicht so gut ausgebaut und viel enger sind als in Deutschland, was die Iren allerdings nicht von ihrem rasanten Fahrstil abhält. Es ging also ziemlich flott und turbulent durch diverse Straßenkurven, große Pfützen und kleine Örtchen bis ich schließlich an meinem Zielort Mitchelstown ankam.

Da es später Nachmittag war und der Betriebsleiter zu dieser Zeit bereits am Melken war, holte mich seine Frau Evelyn an der Busstation ab. Während der Fahrt zur Farm konnte ich mich bereits etwas unterhalten und erfuhr, dass heute viel zu tun gewesen sei, die Kinder gleich von der Schule nach Hause kommen und ihr Mann Tom ein großer Freund von deutschen Autos ist, was natürlich für noch mehr Gesprächsstoff sorgte.

Auf der Farm angekommen begrüßten mich freudig die Hofhunde Ruben und Prince bevor wir ins Haus gingen. Dort wurde mir erstmal ein Tee und etwas zu Essen angeboten, worüber ich mich nach der langen Reise sehr freute. Kurze Zeit später lernte ich die Kinder und Tom kennen und wurde von allen herzlich empfangen. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre und die Familie war mir von Anfang an richtig sympathisch. Wir unterhielten uns über den Urlaub, die Unterschiede zwischen Irland und Deutschland, meine Anreise und natürlich über die Farm.

Die zunächst wichtigste Information für mich war, dass mein erster Arbeitstag morgen um 7 Uhr beginnt. Wir werden gemeinsam die Kühe von der Weide holen und danach melken. Alles weitere werde ich dann in den nächsten Tagen erfahren. Anschließend zeigte Tom mir kurz das Weideland, die Farm, alles rund ums Wohnhaus und natürlich mein Zimmer, welches sehr geräumig und nett eingerichtet ist. Von meinem Fenster kann ich die zwei Hofhunde vorm Haus sehen. Ich packte alle meine Sachen aus und machte es mir heimisch. Ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl in meinem neuen Zuhause.