Allein auf der Farm: Stroh laden, Schafe füttern, Pressen…

Willkommen zur 10. Ausgabe meines Auslandstagebuchs. Wie versprochen, werde ich euch in dieser Ausgabe von meiner ersten Woche ganz alleine auf der Farm berichten.

Meine Arbeitswoche begann am Sonntag mit dem Füttern von unseren Schafen und Rindern.
Alleine diese Arbeit beschäftigt mich seit dem alle zwei Tage für einen halben Tag!
Es müssen nämlich für 6 Partien Schafe mit einer Gesamtzahl von inzwischen an die 4500 Schafe  insgesamt 3 Futtermischwagen mit je knapp 6 Tonnen gemischt und verteilt werden, darüber hinaus sämtliche Wassertröge gereinigt und kontrolliert werden.

Die Schafe stehen auf den abgeernteten Äckern um die Farm herum und fressen neben der Mischration vorallem Ausfallgetreide und die Stoppeln. Hinzu kommen täglich 2 Futtermischwagen á 4 Tonnen für die Rinder im Feedlot.

Neben meinen regelmäßigen Arbeiten habe ich diese Woche auch noch Lupinenstroh auf der Zweigstelle unseres Betriebes vom Acker transportiert. Auf der Zweigstelle ist der Boden allerdings extrem sandig, daher legte mein Chef mir nahe, nicht wie von mir geplant den Lkw zu benutzen, sondern den Knicklenker vor den Strohanhänger zu hängen. Sicher ist sicher!

Zu meinem Bedauern streikt unser zweiter Radlader immer noch und so musste ich die Ballen notgedrungen mit dem alten John Deere Traktor verladen, was bei einer Außentemperatur von knapp 38 Grad alles andere als angenehm war.

So kam es, dass der Seniorchef, den ich für 2 Tage diese Woche aus seinem Ruhestand rekrutieren musste mir dabei half die Ballen zu bergen. Die Bergung der Ballen diente allerdings einem anderen Zweck, auf diesen Acker sollten in zwei Tagen 900 Mutterschafe mit ihren Böcken zusammen gebracht werden, der Haken an der Sache ist allerdings, dass diese 900 Mutterschafe vorher noch gegen Würmer gedrencht werden mussten!

Am Mittwoch fanden wir uns wieder dort ein, um uns dieser Aufgabe zu stellen.
Knapp 6 Stunden später war dann auch diese lästige Arbeit erledigt, zwar hatte ich das Gefühl, dass  mir die Hände gleich abfallen, aber ich musste nur noch einen Zaun reparieren, bevor ich mich dem Feierabend hingeben konnte.

Einen Teil der nächsten Nächte verbrachte ich damit, das restliche Weizenstroh zu pressen, was gar nicht so einfach war, da es nachts in den letzten Tagen sehr feucht wurde und ich nicht wie gewohnt einfach mitten in der Nacht anfangen konnte, sondern teilweise bis 6 Uhr morgens warten musste, um dann 3 Stunden pressen zu können, bevor es wieder zu heiß wird, oder andere Arbeit ruft.

Wie es mir in meiner zweiten Woche allein ergeht erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe.

Bis bald
Maximilian