7 Must-Haves für die perfekte Stellenanzeige

Stellenazeigen werden heute zunehmend online geschaltet. Die großen Vorteile – mehr Reichweite und eine direkte Zielgruppenansprache.

Sie sind auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Ohne Erfolg? Vielleicht liegt es nicht ausschließlich an dem viel beschworenen Fachkräftemangel, sondern an der Gestaltung der Stellenanzeige. Das Kunststück besteht darin, möglichst viele Informationen auf wenig Platz unterzubringen und dabei den passenden Bewerber anzusprechen.

Wie sieht er aus, der Weg zur perfekten Stellenanzeige?

 

Als Erstes stellt sich die Frage, wo Sie diese platzieren möchten. In den klassischen Printmedien oder Online? Auch eine Kombination aus beiden ist möglich. Die Veröffentlichung in Onlinemedien hat in den meisten Branchen in den letzten Jahren zugenommen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:  eine höhere Reichweite, längere Verfügbarkeit und die Möglichkeit durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) z.B. über Google eine konkrete Zielgruppe anzusprechen. Zudem bietet das Internet sehr viel mehr und schnellere Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Kommunikation.

Wie bei Zeitungen und Magazinen muss auch bei der Online-Suche als Nächstes die Entscheidung getroffen werden, wo konkret die Stellenanzeige veröffentlicht werden soll. Die Möglichkeiten sind in diesem Fall vielfältig: digitale Jobbörsen, Karriereseite des eigenen Unternehmens und soziale Netzwerke. Die Netzwerke bieten den Vorteil der direkten Kontaktaufnahme, bekannt als Social Recruiting. Sind diese Fragen geklärt, geht es an die eigentliche Gestaltung.

Diese 7 Must-Haves sollte Ihre Stellenanzeige aufweisen:

Hier sollte das Logo des Unternehmens platziert werden. Kombiniert mit einem Bild aus dem Unternehmen, das beim Bewerber positive Emotionen hervorruft.

2. Stellentitel:

Dieser Punkt sticht als Erstes ins Auge und ist für potentielle Bewerber von vorrangiger Bedeutung. An dieser Formulierung setzt auch die SEO-Strategie an. Wählen Sie eine klar definierte Berufsbezeichnung, die eine bestimmte Zielgruppe anspricht. Lange Bandwurmsätze sind hier unangebracht. Nur so gewährleisten Sie, dass Ihre Anzeige auch über den Stellentitel gefunden werden kann.

3. Unternehmensbeschreibung:

Vorstellung des Unternehmens in Kurzform. Beschreiben Sie Ihre Branche, Anzahl der Mitarbeiter und Alleinstellungsmerkmale. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus? Welche Werte vertreten Sie? Sehr wichtig für die meisten Bewerber ist auch der Ort. Grenzen Sie diesen weitestgehend ein. In Jobportalen ist eine Verlinkung mit der Unternehmenswebsite und Google Maps denkbar, was von Bewerbern sehr gerne angenommen wird, um weitere Informationen zu erhalten.

4. Stellenbeschreibung:

Hier beschreiben Sie die wichtigsten Tätigkeiten der zu besetzenden Stelle. Fließtext oder Aufzählung, beides ist möglich. Versuchen Sie Aufgaben- und Prozessbeschreibungen möglichst konkret zu beschreiben. Nur so können Sie Missverständnisse zu Arbeitsbeginn vermeiden. Sie haben auch die Möglichkeit auf Videos zu verlinken, die den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen darstellen oder auf Erfahrungsberichte von Mitarbeitern auf der Homepage zu verweisen.

5. Anforderungen an den Bewerber:

Was muss der Kandidat mitbringen? Machen Sie sich klar, welche Person Sie wirklich suchen. Welche Soft Skills und Hard Skills sowie berufliche Erfahrung sollte die Person mitbringen? Unterscheiden Sie bei der Beschreibung auf jeden Fall zwischen Grundvoraussetzungen und Eigenschaften, die zwar gewünscht, aber nicht unbedingt erforderlich sind.

6. Benefits:

Was können Sie dem Bewerber darüber hinaus noch bieten? Was macht Ihr Unternehmen als Arbeitgeber einmalig? Was bieten Sie für Zusatzleistungen (Benefits)? Neben einer leistungsgerechten Vergütung sind ebenso flexible Arbeitszeiten, Selbstverwirklichung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Mitarbeiter von großer Bedeutung. Ihr zukünftiger Mitarbeiter möchte sich nicht nur gut in seine neuen Aufgaben eingewöhnen, sondern sich auch im Unternehmen wertgeschätzt und wohl fühlen. (Hier mehr zu Mitarbeiterbenefits lesen.)

7. Hinweise zum Bewerbungsverfahren:

Der Bewerber möchte wissen, wie einfach oder kompliziert er zu seinem neuen Job kommt. Stellen Sie konkret dar, welche Art von Bewerbung erwartet wird und wie es danach weitergeht. Benennen Sie möglichst eine direkte Kontaktperson, um dem Bewerber einen Ansprechpartner für Fragen an die Seite zu stellen. Im Internet bieten sich viele Möglichkeiten: die Bewerbung per Mail, online über ein unternehmenseigenes Bewerberportal aber auch die direkte Kontaktaufnahme über Profile in sozialen und Job-Netzwerken. Haben Sie schon darüber nachgedacht einen Chat für Bewerber oder die Kontaktaufnahme über WhatsApp anzubieten? Dabei erfreut sich die Bewerbung über kurze Videos, meist ergänzend zur schriftlichen Bewerbung, immer größerer Beliebtheit bei Kandidaten.

Versetzen Sie sich bei der Stellensuche in die Position des Kandidaten: Warum sollte er sich auf Ihre Anzeige und in Ihrem Unternehmen bewerben? Was macht Sie so besonders?

Generell sollten Sie sich bei allen Formulierungen und der Gestaltung darüber klar werden, dass eine Stellenanzeige weite Verbreitung findet und von vielen wahrgenommen wird. Es handelt sich immer auch um die Visitenkarte Ihres Unternehmens.

Noch ein Tipp:

Nehmen Sie immer auch die Position des potentiellen Bewerbers ein. Was veranlasst diesen sich bei Ihrem Unternehmen für gerade diese Stelle zu bewerben? Geht für ihn klar und deutlich heraus, was auf ihn zukommt? Warum sollte ein Kandidat sich genau für Sie entscheiden und nicht für den Mitbewerber?

Das wissen Sie genau? Dann kommunizieren Sie es vorab in Ihrer Stellenanzeige.