10 Punkte, die du in deinem Kündigungsschreiben beachten solltest

Alles hat mal ein Ende, nur dieses solltest du richtig einleiten. Erfahre, wie du dein Kündigungsschreiben korrekt aufsetzt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.

Manchmal muss man getrennte Wege gehen. Die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses kann sehr unterschiedliche Gründe haben (Mehr dazu hier „Gute und Schlechte Gründe zu kündigen“). Aber wenn man sich einmal dazu entschieden hat, den aktuellen Agrarjob zu kündigen, dann muss, formal gesehen, ein Kündigungsschreiben aufgesetzt werden. Hierbei sind wichtige Details zu bedenken, damit die Kündigung auch wirksam ist. Dies stellt einen vor Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wie sollte es aufgebaut sein?
  • Was muss rein, was kann rein?
  • Was sollte ich vermeiden?

Wir zeigen dir, wie du eine korrekte Kündigung schreibst und worauf du dabei achten musst.

10 Punkte, die du in deinem Kündigungsschreiben beachten solltest:

1) Briefkopf (MUSS)

Damit der Absender (Arbeitnehmer) erkennbar wird, beginnt das Kündigungsschreiben mit deinen persönlichen Daten. Das heißt Vorname, Nachname, aktuelle Anschrift. Erst darunter steht der Empfänger (Arbeitgeber) mit vollständiger Anschrift (Firmenname, Adresse). Achte darauf, keine Tippfehler zu machen, denn das könnte die Kündigung unwirksam machen.

2) Datum (MUSS)

Um nachweisen zu können, wann du die Kündigung eingereicht hast, benötigt das Kündigungsschreiben eine Datumsangabe. Diese platzierst du oben rechts unterhalb des Briefkopfs.

Desweiteren musst du das Datum angeben zu wann du dein Arbeitsverhältnis aufheben möchtest. Das erwähnst du im Text. Hierbei ist es wichtig, dass du die gesetzlichen oder vertraglich bedingten Kündigungsfristen beachtest.

3) Die entscheidende Betreffzeile (MUSS)

Die Betreffzeile: Hieraus liest der Empfänger sofort, worum es geht. Sie sollte also treffend sein und mit „Kündigung“ bezeichnet werden. Du kannst dazu noch weitere Details ergänzen, wie deine Personalnummer oder das Datum zu wann du das Arbeitsverhältnis beenden möchtest.

4) Persönliche Anrede (MUSS)

An wen soll deine Kündigung gehen? Das gehört in die Anrede. Im Normalfall richtet sie sich an die dir vorgesetzte Person oder die Personalabteilung. Die jeweilige Person solltest du hier direkt mit vollständigem Namen angeben. Wenn du nicht weißt, an wen du das Kündigungsschreiben richten sollst, frag besser vorher nach.

5) Der alles entscheidende Satz (MUSS)

Nach der Anrede folgt der wichtigste Satz des Kündigungsschreibens. Ein unmissverständlicher und eindeutiger Satz, mit dem du das Arbeitsverhältnis aufhebst. Dieser kann wie folgt lauten:

„Hiermit kündige ich mein bestehendes Arbeitsverhältnis fristgerecht und ordnungsgemäß zum TT.MM.JJJJ“.

6) Kündigung begründen (KANN)

Formal gesehen musst du keinen Kündigungsgrund angeben. Wenn du das möchtest, kannst du das jedoch gerne tun – aber bitte sachlich bleiben! Wenn du deinem ehemaligen Arbeitgeber einen Grund angeben möchtest, dann kannst du je nachdem zum Beispiel Folgendes schreiben:

„Aus beruflichen/privaten/gesundheitlichen Gründen habe ich mich dazu entschieden, das Arbeitsverhältnis aufzuheben.“

ODER

„Wie im vorgegangenen Gespräch bereits beschrieben, möchte ich mich neuen Herausforderungen widmen und mich beruflich weiterentwickeln.“

7) Danke sagen (KANN)

Nicht jedes Arbeitsverhältnis endet aus Frust oder Ärger. Viele enden im Guten, weil sich der/die Arbeitnehmer*in beruflich weiterentwickeln oder umorientieren möchte. Daher empfiehlt es sich eine kleine Danksagung miteinfließen zu lassen. Hier bedankst du dich in ein, zwei Sätzen für die gute Zusammenarbeit und/oder dafür, dass du viel gelernt hast. Das kommt immer sehr gut an. Das könnte so aussehen:

„Gerne möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Betrieb/Unternehmen weiterhin alles Gute für die Zukunft.“

8) Empfang bestätigen lassen (KANN)

Wenn du sicher gehen möchtest, dass dein Kündigungsschreiben eingegangen ist, bittest du im letzten Satz um eine Empfangsbestätigung. Das gilt vor allem für die Versendung per Brief oder E-Mail. Wer auf Nummer sicher gehen will, verschickt per Einschreiben. Folgende Formulierungen passen hierbei gut:

„Ich bitte Sie darum, mir den Empfang meines Kündigungsschreibens kurz schriftlich zu bestätigen.“

9) Arbeitszeugnis einfordern (KANN)

Für deine nächste Bewerbung benötigst du ein Arbeitszeugnis deines bisherigen Arbeitgebers. Das steht dir gesetzlich zu. Daher empfiehlt es sich, diese Bitte direkt im Kündigungsschreiben zu erwähnen:

„Bitte stellen Sie mir außerdem ein qualifiziertes Arbeitszeugnis aus.“

10) Hier einmal unterschreiben bitte (MUSS)

Deine Unterschrift darf auf keinen Fall fehlen! Unter die letzte Grußform „Mit freundlichen Grüßen“ unterschreibst du bitte handschriftlich. Leider reicht dein eingetippter Name nicht aus.

Wie du siehst, gibt es ein paar wichtige Details zu beachten, aber wenn du diese Punkte korrekt einhältst, dann kann bei deinem Kündigungsschreiben nichts schief gehen. Wir wünschen dir alles Gute für deine berufliche Zukunft.