Post-Holiday-Syndrom: 10 Tipps gegen den Arbeitsfrust nach dem Urlaub

Endlich Urlaub und „schwupps“ ist er vorbei. Wieder zuhause stellt sich schnell Frust und Lustlosigkeit vor dem Arbeitsalltag ein. Kurz gesagt: Du bist in das Post-Holiday-Syndrom geschlittert. Erfahre, wie du aus diesem Stimmungstief herauskommst und es dich gar nicht erst erwischt.

Du willst nichts lieber als zurück in den Urlaub? Wenn der Alltagsstress dich wieder einholt, dich unzählige Mails und Termine erwarten, dann sinkt die Motivation schnell in den Keller. Der Erholungseffekt ist passé und du bist frustriert. Damit bist du nicht allein, denn dieses Gefühl nennt sich „Post-Holiday-Syndrom“ und ist wissenschaftlich bewiesen. Etwa zwei Drittel aller Berufstätigen leiden unter diesem Stimmungstief. Aber dagegen lässt sich definitiv etwas tun!

Was ist das Post-Holiday-Syndrom?

Das Post-Holiday-Syndrom beschreibt einen negativen Stimmungszustand nach der Erholung (Urlaub, Semesterferien, langes Wochenende, etc.). Dabei empfindet die betroffene Person Gefühle von Müdigkeit und Unlust, aber auch Konzentrationsstörungen, Nostalgiegefühle, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gereiztheit können auftreten. Das Post-Holiday-Syndrom ist zwar keine Depression, hat aber ähnliche Symptome. Diese sind allerdings von kürzerer Dauer.

3 Tage, dann ist alles wieder vorbei

Die gute Nachricht: Durchschnittlich hält ein Post-Holiday-Syndrom nur zwischen 1 bis 3 Tagen an. Es richtet sich allerdings danach, wie lange man vorher im Urlaub war. Dann kann es auch länger anhalten, da die Rückkehr zum Alltag schwerer fällt. Schließlich hat sich der Körper gerade an den Urlaub gewöhnt und wird nun wieder zurück auf der Arbeit auf Hochtouren gefahren.

10 Tipps gegen das Post-Holiday-Syndrom

Was kann man tun, um nach dem Urlaub nicht in ein Tief zu fallen? Wie kann man die Erholung möglichst lange mit in den Arbeitsalltag ziehen? Wir zeigen dir, was du tun kannst:

1. Keine Altlasten mit in den Urlaub nehmen

Bevor du in den Urlaub startest, schließe alle deine Projekte bestmöglich ab. Dann schleppst du keine Altlasten mit dir rum und kannst dich vollends entspannen. Außerdem kannst du dich nach der Rückkehr neuen Dingen zuwenden. Konkret bedeutet das: alle E-Mails beantworten, Abwesenheitsassistenten einstellen und deine Urlaubsvertretung über alle Abläufe informieren.

2. Digital Detox

Im Urlaub bleibt das Diensthandy aus. Du solltest keine geschäftlichen Gespräche führen, E-Mails lesen und beantworten oder Termine wahrnehmen. Dieser Verzicht auf digitale Geräte nennt sich Digital Detox. Nur so gelingt es dir, wirklich abzuschalten.

3. Komm nicht auf den letzten Drücker aus dem Urlaub zurück

So super es auch ist, möglichst bis zum Schluss die Zeit im Urlaub auszukosten, so stressig kann das Urlaubsende werden. Denn danach droht das Auspacken, Wäsche waschen und den Wochenstart vorbereiten. Wenn du allerdings ein oder zwei Tage eher wiederkommst, dann kannst du entspannt ankommen und noch ein bisschen in Urlaubserinnerungen schwelgen.

4. Starte an einem Donnerstag oder Mittwoch

Wenn du an einem Mittwoch oder Donnerstag wiederkommst, ist die Zeit bis zum nächsten Wochenende deutlich kürzer. So dehnst du das Urlaubsgefühl ein wenig aus und hast nicht direkt 5 Arbeitstage vor dir.

5. Erstmal „ankommen“ am ersten Tag

Seien wir ehrlich, am ersten Tag muss jeder erstmal wieder ankommen. Erwarte also nicht zu viel von dir. Checke erstmal deine E-Mails und verschaffe dir einen Überblick über die kommenden Projekte.

6. Langsam starten und Pausen einlegen

Deine Leistung lässt sich nach dem Urlaub nicht auf Knopfdruck auf das Maximum ausdehnen, das solltest du wissen. Also überfrachte dich nicht in den ersten Arbeitstagen. Leg Pausen ein und mach keine Überstunden, um ein Gefühl der Überforderung zu vermeiden.

7. Rausgehen und Urlaubserinnerungen teilen

Eine schöne Mittagspause einlegen oder rechtzeitig in den Feierabend gehen, kann helfen das Erholungsgefühl länger auszudehnen. Sprich auch mit deinen Kolleg*innen über deine Erlebnisse. Das hebt die Stimmung und fördert den Teamspirit.

8. Urlaubs-Souvenir am Arbeitsplatz

Wenn du die Möglichkeit dazu hast, kannst du dir auch ein kleines Souvenir auf den Schreibtisch stellen oder deinen Desktop-Hintergrund mit einem tollen Urlaubsfoto bestücken. Ein Garant für Glücksgefühle auch im Alltag.

9. Sport & Bewegung

Sport schüttet bekanntlich Endorphine aus. Die können dir im Post-Holiday-Syndrom helfen, wieder schnell auf Trab zu kommen. Plane also Sport und Bewegung in deinen Alltag. Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft meist auch schon.

10. Den nächsten Urlaub planen

Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude. Daher fange direkt an, deinen nächsten Urlaub zu planen. Idealerweise liegt die nächste Auszeit nur etwa sechs bis zehn Wochen nach deinem letzten Urlaub. Dann bist du mit etwas Positivem beschäftigt und überbrückst wohlmöglich bedrückende Arbeitstage.

Wie du siehst, lässt sich das Post-Holiday-Syndrom mit ein paar kleinen Tricks in den Griff bekommen oder sogar gänzlich vermeiden. Wir freuen uns, wenn wir dir mit diesen Tipps helfen konnten und wünschen dir eine erfolgreiche Arbeitswoche – und wer weiß, vielleicht planst du bereits deinen nächsten Urlaub?!