Fit durch den Bewerbungsparcours

9 Tipps & Tricks, wie ihr jede Hürde meistert!

Auf dem Weg zum Job müssen einige Hürden überwunden werden.

Wie schreibe ich eine Bewerbung? Welches Foto eignet sich? Was muss ich wirklich im Vorstellungsgespräch wissen? Gewusst wie, lassen sich Bewerbung und Vorstellungsgespräch gekonnt meistern.

Damit sich der Hürdenlauf leichter bewältigen lässt, ist es hilfreich, zunächst ein eigenes Bewerberprofil zu erstellen. Dabei gilt es, persönliche Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Wer Schwierigkeiten hat, sich selbst zu reflektieren, kann Eltern, Lehrer oder Praktikumsbetreuer befragen. Zusätzlich liefern kostenlose Persönlichkeitsanalysen im Internet wertvolle Erkenntnisse.

Viele Stellenangebote sind heute online in Jobportalen zu finden oder direkt im eigenen Stellenmarkt der Unternehmen. Ist keine ausgeschriebene Anzeige zu finden, lohnt sich ein Griff zum Telefonhörer. So können Bewerber ihre Motivation zum Ausdruck bringen und Pluspunkte sammeln. Beim Lesen einer Stellenanzeige gilt es, zwischen Muss- und Kann-Kriterien zu unterscheiden. Anforderungen, die ein Bewerber erfüllen muss, finden sich zu Beginn einer Anzeige. Treffen weiter unten genannte Kriterien nicht (vollständig) zu, kann eine Bewerbung trotzdem zum Erfolg führen. Generell lohnt es sich, nicht zu lange mit der Stellensuche zu warten. Wer sich um eine Ausbildung bewerben möchte, sollte ein Jahr vorher nach Angeboten schauen.

Eine Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Je nach Geschmack können Bewerber zusätzlich ein Deckblatt beifügen. Bei Schülern erhält das Anschreiben häufig einen besonders hohen Stellenwert. Wer möchte, kann hier ein freiwilliges Probearbeiten anbieten. Für Studenten und andere Bewerber ist vor allem der Lebenslauf entscheidend. Bei Zeugnissen sollten die ausgeübten Tätigkeiten im Unternehmen mit aufgeführt sein. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit. Insgesamt ist auf eine einheitliche Form zu achten. Schriftart, Schriftgröße und farbige Gestaltung von Überschriften sind auf allen Seiten gleich zu wählen. Wer sich von der Konkurrenz abheben möchte, sollte mithilfe seiner Unterlagen möglichst viele Detaileinblicke geben. Die Angabe von Lieblingsfächern oder studienbegleitenden Projekten ist eine Möglichkeit, um herauszustechen.

Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine Seite umfassen. Als Einleitung eignet sich ein Satz, der Überraschung auslöst und im Gedächtnis bleibt. Der erste Abschnitt dient dann dazu, die eigene Qualifikation zu erläutern. Diese gilt es, exakt auf das Unternehmen abzustimmen. Ein Anschreiben ist daher nicht für mehrere Bewerbungen zu verwenden. Im Idealfall belegen Beispiele aus dem Lebenslauf Aussagen zu Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Im zweiten Teil geht es darum, die Motivation für den Beruf und das Unternehmen darzustellen. Besonders günstig ist es, zu erklären, warum sich der jeweilige  Berufswunsch gebildet hat. Der Abschlusssatz sollte eine positive und mutig formulierte Grußformel sein, zum Beispiel: „Ich freue mich von Ihnen zu hören.“ Am Ende folgt die Unterschrift des Bewerbers.

Im Lebenslauf gilt es, neben den persönlichen Daten alle Stationen tabellarisch darzustellen. Hat ein Bewerber bereits eine Ausbildung abgebrochen, sollte er das vermeintlich Negative trotzdem auflisten. Indem er angibt, welche Aufgaben er im alten Unternehmen übernommen hat, rückt er die positiven Aspekte in den Vordergrund. Grundsätzlich ist es günstig, möglichst viele Details preiszugeben. Wer Mitglied im Landjugendvorstand ist, zeigt Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein und kann dies unter dem Punkt Ehrenamt aufführen. Daneben sind Schulbildung, Praktika, Nebenjobs, Zusatzqualifikationen und Interessen/Hobbys weitere Kategorien im Lebenslauf. Mit einer Unterschrift erklärt der Bewerber, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen.

Bilder aus dem Automaten oder vom Handy sind als Bewerbungsfoto tabu. Stattdessen sollte ein professioneller Fotograf den Bewerber ins rechte Licht rücken. Wichtig ist, dass das Foto aktuell ist und den Kandidaten beim Vorstellungsgespräch wiedererkennen lässt. Der Kleidungsstil für den Besuch beim Fotografen sollte möglichst neutral und passend zum Berufsbild sein. Wer ein Deckblatt für seine Bewerbung anfertigt, kann auf eine 6 größere Bildgröße von 6 x 9 cm zurückgreifen.

Wenn nicht anders gewünscht, sind Bewerbungen als PDF-Dokument per E-Mail zu versenden. Wichtig zu beachten ist, alle Unterlagen in einem einzigen Dokument zusammenzufügen. Darüber hinaus ist die Reihenfolge Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse einzuhalten. Insgesamt darf die Datei nicht größer als 4 MB sein. Günstig ist es, für die E-Mail eine Signatur einzurichten, in der alle wichtigen Kontaktdaten wie Telefonnummer und Adresse aufgeführt sind. So ist eine schnelle Kontaktaufnahme zum Bewerber möglich.

Für das Vorstellungsgespräch ist ein neutraler Kleidungsstil geeignet. Große Logos oder Markennamen haben auf Hemd oder Pullover nichts zu suchen. Als Oberteil ist möglichst ein anderes zu wählen als das auf dem Bewerbungsfoto. Wichtig ist, dass sich der Bewerber wohl in seiner Haut fühlt. Wer sich unsicher ist, kann bei der Personalabteilung des Unternehmens anrufen und nachfragen, welcher Kleidungsstil für das Gespräch angemessen ist.

Beim Bewerbungsgespräch kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung an. Häufige Fragen der Personaler lauten: „Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden? Warum möchten Sie in unserem Betrieb arbeiten?“ Geben Sie sich authentisch und nennen Sie auch Schwächen. Zudem ist es hilfreich, möglichst viel über den Beruf und das Unternehmen zu wissen. Informationen finden sich auf der Homepage des potenziellen Arbeitgebers. Wer einen positiven Eindruck hinterlassen möchte, bereitet Fragen an das Unternehmen vor und macht sich während des Gesprächs kurze Notizen. Auch bei geschlossenen Fragen sollten Bewerber mit mehr als nur einem Ja oder Nein antworten. Wer viel erzählt, kann auch nur wenig gefragt werden!