Mehr Bewerber*innen durch attraktive Bewerbungsprozesse

Kandidat*innen haben heutzutage unzählige Möglichkeiten, über verschiedenste Wege mit passenden Arbeitgebern in Kontakt zu treten und auf sich aufmerksam zu machen. Doch welche dieser Wege werden von Bewerber*innen bevorzugt genutzt, welche sind auch in der Zukunft von Bedeutung und worauf sollten Organisationen achten, wenn es darum geht, schnell und zielgerichtet die passenden Kandidat*innen anzusprechen?

Auf diese und weitere Fragen haben der Landwirtschaftsverlag und Karrero im Rahmen der Agrar-Karrieresprechstunde versucht, Antworten zu finden und Unternehmen Handlungsalternativen zu den üblichen Wegen und Formen der Bewerbung aufzuzeigen.

Sprachnachrichten, Emojis und GIFs – Bewerbungen im Zeitalter von WhatsApp und Co.

Sind wir mal ehrlich: Die Zeiten, in denen Bewerber*innen umständlich ihre Dokumente erstellt, ausgedruckt, zusammengetragen und in den Briefkasten geworfen haben, sind bis auf wenige Ausnahmen vorbei. Diese Ausnahmen bilden Positionen (z. B. im Bereich der Mediengestaltung), bei denen es auch im Job auf gestalterische/grafische Elemente ankommt. Was bis vor 10 – 15 Jahren gängig war, wurde spätestens mit der zunehmenden Digitalisierung größtenteils abgelöst.

Heute bieten Unternehmen die Möglichkeit an, sich via E-Mail, Telefon, Videocall/-termin, über ein Formular auf der jeweiligen Homepage oder über WhatsApp zu bewerben. Dabei sollten Organisationen individuell für sich prüfen, welche Wege effektiv (und umsetzbar) sind, um einerseits Kandidat*innen möglichst detailliert kennenzulernen und andererseits den Bewerber*innen den Bewerbungsprozess möglichst übersichtlich, unkompliziert und bequem anzubieten.

Eine weitere zentrale Frage beschäftigt sich mit den Inhalten der Bewerbungsunterlagen. Muss es für jede Position ein Anschreiben, ein Lebenslauf und diverse Zeugnisse sein oder reicht ggf. ein Lebenslauf, um die Kandidat*innen kennenzulernen. Auch hier gilt eine individuelle Betrachtungsweise als zielführend. Während bei einigen Positionen ein Lebenslauf ausreicht, sollte es bei anderen Positionen etwas mehr sein, um die Hinter- und Beweggründe der Bewerbung zu erfahren.

Stimmt Ihr Bewerbungsprozess mit den Erwartungen der Kandidat*innen überein?

Unternehmen verfolgen grundsätzlich das Interesse, Bewerber*innen so detailliert wie eben möglich kennenzulernen, um langfristig ein „perfect match“ zu erzielen. Viele Kandidat*innen hingegen wünschen sich einen schnellen, sicheren und bequemen Bewerbungsprozess, um den (zeitlichen) Aufwand möglichst gering zu halten und dennoch die Chance auf den Traumjob zu wahren, indem sie ihre Fähigkeiten und Stärken hervorheben. Dieses Spannungsfeld sollten Arbeitgeber als Anlass nehmen, ihre Bewerbungsprozesse (Art der Bewerbungsmöglichkeiten und Inhalte der Bewerbungsunterlagen) konkret zu analysieren und ggf. Anpassungen vorzunehmen, um zukünftig zielgerichtet die passenden Kandidat*innen anzusprechen.

Wertschätzung ist keine Einbahnstraße – Feedback für Bewerber*innen

Potenzielle Beschäftigte investieren in der Regel viel Zeit und Arbeit, um ihre Bewerbungsunterlagen zu erstellen und einzureichen. Umso erstaunlicher, dass es nach wie vor Unternehmen zu geben scheint, die sich mit einer Rückmeldung, sei es als Eingangsbestätigung und/oder mit einer Zu- bzw. Absage schwertun.

Ein Feedback ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, den Kandat*innen Wertschätzung für die investierte Zeit entgegenzubringen. Eingangsbestätigungen, Zwischenmeldungen (für den Fall, dass der Prozess ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt) und (leider) auch Absagen dürfen innerhalb einer professionellen Feedback-Kultur nicht fehlen. Diese Elemente können helfen, den Bewerber*innen ein positives Gefühl zu vermitteln und sich nachhaltig als attraktiver Arbeitgeber ins Gedächtnis zu rufen, dem die Wertschätzung gegenüber den (potenziellen) Mitarbeitenden außerordentlich wichtig ist.

Sorgen Sie für einen attraktiven Bewerbungsprozess!

Eins vorweg: Es existiert kein Königsweg!

Die (Um-)Gestaltung geeigneter Bewerbungsprozesse ist und bleibt eine Herausforderung, der sich Unternehmen stellen müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und in Zeiten von Fachkräftemangel und fortschreitender Digitalisierung auf Kandat*innen weiterhin attraktiv zu wirken. Dabei gilt es darauf zu achten, die Wege der Bewerbungsmöglichkeiten so zu entwickeln und anzubieten, als dass diese sowohl als firmenkompatibel, als auch als kandidat*innenfreundlich wahrgenommen werden. Ebenfalls spielen die geforderten Dokumente und Unterlagen von Bewerber*innen eine übergeordnete Rolle, wenn es darum geht, die potenziellen Beschäftigten auf der einen Seite detailliert kennenzulernen und auf der anderen Seite einen attraktiven Bewerbungsprozess zu gestalten. Auch das Feedback ist von zentraler Bedeutung, wenn es um die Wirkung und Außendarstellung der Unternehmung geht und sollte entsprechend im gesamten Bewerbungsprozess berücksichtigt werden.

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