Gärtner/-in

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ausbildung zum Gärtner dauert drei Jahre und findet im dualen System statt.
  • Es gibt sieben Fachrichtungen – von Garten- und Landschaftsbau bis Gemüse- oder Obstbau.
  • Gärtner arbeiten mit Pflanzen, moderner Technik und gestalten grüne Lebensräume.
  • Wichtige Voraussetzungen sind Interesse an Natur, Kreativität und körperliche Fitness.
  • Zahlreiche Weiterbildungen und Studiengänge eröffnen attraktive Karrierechancen.

Was macht ein Gärtner?

Gärtner ziehen Pflanzen heran, pflegen Grünanlagen und gestalten Außenbereiche. Sie sorgen dafür, dass Blumen, Bäume, Sträucher, Gemüse oder Obst gesund wachsen und langfristig erhalten bleiben.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • Pflanzen säen und kultivieren
  • Blumen, Bäume und Sträucher pflanzen
  • Grünanlagen pflegen
  • Pflanzen schneiden und düngen
  • Schädlinge und Krankheiten erkennen und bekämpfen
  • Böden vorbereiten
  • Kunden beraten
  • Pflanzen und Gartenprodukte verkaufen

Je nach Fachrichtung kommen außerdem Arbeiten mit Maschinen, Bewässerungssystemen oder Baustoffen wie Stein und Holz hinzu.

Welche Fachrichtungen gibt es im Beruf Gärtner?

Die Ausbildung bietet sieben Spezialisierungen, sodass du den Bereich wählen kannst, der am besten zu deinen Interessen passt.

Baumschule

Hier werden Bäume, Sträucher und Heckenpflanzen vermehrt, gepflegt und verkauft. Außerdem beraten Gärtner Kunden zur Pflanzung und Pflege.

Friedhofsgärtnerei

Friedhofsgärtner gestalten und pflegen Grabstätten, binden Kränze und Sträuße und beraten Angehörige bei der Grabgestaltung.

Garten- und Landschaftsbau

Im Garten- und Landschaftsbau werden Gärten, Parks und Außenanlagen angelegt. Dazu gehören Pflasterarbeiten, Mauern, Treppen, Zäune, Teiche und Pflanzungen.

Zierpflanzenbau

Hier dreht sich alles um Blumen und Topfpflanzen. Gärtner kultivieren Zierpflanzen im Gewächshaus oder Freiland und bereiten sie für den Verkauf vor.

Gemüsebau

Gemüsegärtner bauen Gemüse wie Salat, Tomaten, Gurken oder Kohl an. Sie säen, pflanzen, pflegen und ernten die Kulturen.

Obstbau

Obstgärtner kultivieren Obstbäume und Beerensträucher, pflegen die Pflanzen und bereiten die Ernte für Lagerung oder Verkauf vor.

Staudengärtnerei

In der Staudengärtnerei werden mehrjährige Pflanzen vermehrt, kultiviert und für den Einsatz in Gärten oder öffentlichen Anlagen vorbereitet.

Wo arbeitet ein Gärtner?

Je nach Fachrichtung arbeiten Gärtner unter anderem in:

  • Garten- und Landschaftsbaubetrieben
  • Baumschulen
  • Gärtnereien
  • Gewächshäusern
  • Obst- und Gemüsebaubetrieben
  • Friedhofsgärtnereien
  • Botanischen Gärten
  • öffentlichen Parks und Grünanlagen

Der Arbeitsalltag findet überwiegend im Freien statt. Je nach Fachrichtung gehören aber auch Tätigkeiten in Gewächshäusern oder Verkaufsräumen dazu.

Wie läuft die Ausbildung zum Gärtner ab?

Die Ausbildung zum Gärtner dauert bundesweit drei Jahre und erfolgt im dualen System. Das bedeutet, dass du praktische Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb sammelst und gleichzeitig die Berufsschule besuchst.

Während der Ausbildung lernst du unter anderem:

  • Pflanzen fachgerecht zu kultivieren
  • Böden vorzubereiten
  • Grünanlagen anzulegen
  • Maschinen und Geräte einzusetzen
  • Pflanzenkrankheiten zu erkennen
  • Kunden kompetent zu beraten

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

Für den Beruf des Gärtners solltest du gerne draußen arbeiten und Interesse an Pflanzen sowie der Natur haben.

Hilfreich sind außerdem:

  • Kreativität
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • kaufmännisches Interesse
  • körperliche Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Sinn für Farben und Formen

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe bevorzugen jedoch Bewerber mit einem Haupt- oder mittleren Schulabschluss.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Gärtnermeister
  • Techniker Gartenbau
  • Wirtschafter Gartenbau
  • Fachagrarwirt, zum Beispiel für Baumpflege oder Golfplatzpflege
  • Kundenberater im Gartenbau

Alternativ kannst du ein Studium aufnehmen, beispielsweise in:

Damit eröffnen sich zusätzliche Karrierechancen in Planung, Beratung oder Betriebsleitung.

Wer sich wissenschaftlich weiterentwickeln möchte, kann ein Studium anschließen, z. B. in Gartenbau, Agrarwissenschaften, Landschaftsarchitektur, Landschaftsökologie/Naturschutz oder Biologie.

-> Weitere Infos zur Ausbildung Gärtner/in

Grüne Berufe Gärtner
Die Ausbildung jeder Fachrichtung dauert drei Jahre. Unter bestimmten Umständen kann die Ausbildung verkürzt werden

FAQ – Häufige Fragen zur Ausbildung als Gärtner

Wie lange dauert die Ausbildung zum Gärtner?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im dualen System statt. Du lernst sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule.

Es gibt sieben Fachrichtungen: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau.

Gärtner pflanzen, pflegen und vermehren Pflanzen, gestalten Grünanlagen und beraten Kunden. Je nach Fachrichtung gehören auch Pflasterarbeiten, Obst- oder Gemüseanbau oder die Grabpflege zum Berufsalltag.

Wichtig sind Interesse an Natur, handwerkliches Geschick, Kreativität und körperliche Fitness. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Nach der Ausbildung kannst du dich beispielsweise zum Gärtnermeister oder Techniker Gartenbau weiterbilden oder ein Studium in Gartenbau, Landschaftsarchitektur oder Agrarwissenschaften absolvieren.

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