Die letzten Momente Afrikas

Nun bin ich fast am Ende meines „Abenteuers“ in Afrika angekommen – morgen geht es mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland.
In den letzten 2 Wochen ist innerhalb des Praktikums nicht mehr viel geschehen. Nach 2 Monaten der Grundlagenforschung mit sehr eintönigem Alltagsleben bin ich zwar froh, dass ich nicht mehr Reis wiegen oder zählen muss, jedoch auch erfreut über die Eindrücke, die ich während dessen erhalten habe.

In dieser Woche konnte ich dank eines Trips unserer Organisation nochmals die schönen Landschaftszüge und beeindruckenden Kulissen Kenias erleben. Nachdem wir die erste Nacht unter freiem Himmel mitten in der Savanne verbracht haben, ging es am Morgen darauf nochmals auf eine kurze Safari-Tour in den Samburu-Park. Dort haben wir auch den Stamm der Samburu besucht. Hierbei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass zivilisierte Menschen ein ganz anderes Verständnis der Lebensqualität haben, trotzdem war es sehr interessant für ein paar Stunden in den Alltag eines historischen Volksstammes zu schauen.

Danach ging es weiter nach Maralal, eine Stadt nördlich des Mount Kenyas, von der aus wir nach einer Übernachtung die Hochebene Kenias bereist haben. An einem Aussichtspunkt konnte man das Ende des Rift Valleyes und kilometerweit in die Ferne sehen. Eine wirklich atemberaubende Landschaft, bei der Fotos nicht mal annährend die Atmosphäre widerspiegeln.

Am letzten Tag unserer Reise haben wir noch den Wasserfall „Thompson Fall“ besucht,  ebenfalls ein spektakuläres Naturereignis.

Durch mein Praktikum, bei dem ich mit vielen Einheimischen zu tun hatte, aber vor allem durch die bereits erwähnten Reisen durch das Land wird mir Kenia als ein sehr empfehlenswertes Reiseziel in Erinnerung bleiben. Neben den vielen freundlichen Menschen ist es grade die einzigartige Vielfalt der Topographie und Natur mit der typischen Flora und Fauna Afrikas, die dieses Land so besonders macht. Außerdem habe ich es als sehr inspirierend empfunden, in einem Land der dritten Welt für einen kurzen Zeitraum leben zu können. Man gewinnt neue Eindrücke aus dem Alltagsleben und lernt auch die kleinsten, angeblich selbstverständlichen Dinge, die man in Deutschland vorfindet, zu schätzen.

Kenia steht dabei sinnbildlich für den afrikanischen Kontinent. Vielleicht wird es mich bald wieder dort hin verschlagen. Das bekannte Fernweh ist jedenfalls schon jetzt wieder entfacht!