Dein Sonderurlaub für Weiterbildung: Schon mal Bildungsurlaub gemacht?
Gastbeitrag von Bildungsurlauber.de
Ob öko oder konventionell: Weiterbildung ist für alle im Agrarsektor wichtig. Leider fehlt dafür oftmals die Zeit. Hier tritt Bildungsurlaub aufs Feld. Er ermöglicht dir Weiterbildung per Gesetz, um deinen Horizont zu erweitern oder auch neue Kraft zu tanken – eine Win-Win-Situation für Beschäftigte und Betriebe gleichermaßen.
Was ist Bildungsurlaub?
Hinter Bildungsurlaub verbirgt sich der Anspruch von Arbeitnehmenden auf Weiterbildung – unabhängig von ihrem beruflichen Schwerpunkt. Je nach Bundesland stehen Beschäftigten per Gesetz bis zu zehn Tage in zwei Jahren für anerkannte Bildungsurlaubsangebote zur Verfügung. Kurz: Du bekommst also Sonderurlaub für deine Weiterbildung. Dein Gehalt wird in dieser Zeit weitergezahlt, du selbst übernimmst die Seminarkosten.
Die Vielfalt der Bildungsurlaubskurse reicht dabei von Sprachkursen weltweit über politische Bildung bis hin zu Seminaren zur Stressbewältigung – du kannst frei wählen, welches Seminar du besuchen möchtest. Mit dem 30-Sekunden-Check auf Bildungsurlauber.de kannst du schnell herausfinden, ob und wie viel Anspruch auf Bildungsurlaub du hast.
Warum ist Bildungsurlaub für Menschen aus dem Agrarsektor interessant?
Die Jobs im Agrarsektor sind vielfältig – bei vielen steht jedoch gemeinsam auf der Tagesordnung: lange Arbeitszeiten, Wetterabhängigkeit, physische Belastungen und die Verantwortung für Tiere und Flächen. Bildungsurlaub bietet Beschäftigten in der Landwirtschaft eine wertvolle Chance, sich auf ihre mentale und körperliche Gesundheit zu fokussieren.
Besonders Bildungsurlaubsseminare zu Stressbewältigung, Resilienz oder Yoga können für Menschen im Agrarsektor hilfreich sein, um zum Beispiel Burnout oder Rückenleiden vorzubeugen. Prävention statt Arbeitsausfall.
Wie profitieren Unternehmen vom Bildungsurlaub ihrer Beschäftigten?
Bildungsurlaub ist nicht nur ein Gewinn für die Arbeitnehmenden, sondern auch für die landwirtschaftlichen Betriebe selbst. Denn durch die große Seminarvielfalt der Bildungsurlaubsseminare ist es möglich, dass Beschäftigte sich selbstverantwortlich um ihre aktuellen Bedürfnisse kümmern. Auf diese Weise bleiben die eigenen Beschäftigten langfristig ein leistungsstarker, motivierter und gesunder Teil des Unternehmens.
Um ihre Mitarbeitenden zu ermutigen, ihr Recht auf Bildungsurlaub in Anspruch zu nehmen, sollten Betriebe über Bildungsurlaub transparent kommunizieren: zum Beispiel in Mitarbeitendengesprächen, im Intranet und in Stellenanzeigen.
Auch eine Überlegung wert:
Bildungsurlaub auf dem eigenen Hof anbieten
Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb besitzt, könnte auch Bildungsurlaube direkt auf dem eigenen Hof anbieten. So verfügen viele Unternehmen bereits über Ferienunterkünfte oder bieten Veranstaltungen an. Kurskonzepte wie „Yoga auf der Kuhweide“, „Stressmanagement in der Natur“ oder Seminare zur nachhaltigen Landwirtschaft könnten sowohl das Bewusstsein für den Agrarsektor stärken als auch für zusätzliches Einkommen sorgen.
Wichtig dabei: Damit ein Seminar offiziell als Bildungsurlaub zugelassen wird, muss das Seminarkonzept zunächst vom jeweiligen Bundesland zertifiziert werden. Über die Voraussetzungen für eine Bildungsurlaub-Anerkennung können Interessierte sich beim jeweiligen Bundesland online informieren.
Ich wünsche viel Freude und Wachstum im Bildungsurlaub!
Über Bildungsurlauber.de
Bildungsurlauber.de ist die größte Aufklärungs- und Kursfinderplattform für Bildungsurlaub in Deutschland. Beschäftigte finden hier Hilfe zum Gesetz, Seminare und Unterstützung bei der Beantragung.