Regionaler Energiemanager

Das Wichtigste in Kürze

  • Energiemanager reduzieren Energieverbrauch und Kosten in Betrieben und Gebäuden.

  • Sie entwickeln Strategien für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

  • Erneuerbare Energien spielen in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle.

  • Die Zusatzausbildung „Regionaler Energiemanager“ richtet sich an Fachkräfte mit Bezug zu Energie, Umwelt oder Regionalentwicklung.

  • Der Kurs wird von der LEB Niedersachsen, der Universität Göttingen und der HAWK angeboten.

Was macht ein Energiemanager?

Ein Energiemanager plant, überwacht und optimiert den Energieverbrauch in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder Gebäuden. Dabei analysiert er genau, wo, wann und wie Energie effizienter genutzt werden kann, und entwickelt auf dieser Grundlage gezielte Maßnahmen, um sowohl Kosten zu senken als auch Ressourcen zu schonen. Durch diese sorgfältige und ganzheitliche Vorgehensweise trägt er wesentlich dazu bei, dass Betriebe langfristig nachhaltiger wirtschaften, ihre Umweltbilanz verbessern und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Darüber hinaus spielt der Energiemanager eine entscheidende Rolle bei der Einführung und Nutzung erneuerbarer Energien. Er berät Unternehmen und Kommunen umfassend zu klimafreundlichen und ressourcenschonenden Lösungen, begleitet Projekte im Bereich Solarenergie, Windkraft oder Biomasse und unterstützt aktiv beim Aufbau eines nachhaltigen und zukunftsorientierten Energiemanagementsystems. Auf diese Weise leistet er nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern fördert zugleich die regionale Energiewende und stärkt die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Wo arbeiten Energiemanager?

Energiemanager sind in vielen verschiedenen Branchen und Organisationen tätig, da der effiziente Umgang mit Energie in nahezu allen Wirtschaftsbereichen eine immer wichtigere Rolle spielt. Sie arbeiten beispielsweise in Industrie- und Produktionsbetrieben, wo sie Energieflüsse analysieren und Strategien zur Verbrauchsoptimierung entwickeln. Ebenso finden sie Beschäftigung in kommunalen Verwaltungen, Energieversorgungsunternehmen oder Ingenieurbüros, in denen sie nachhaltige Energiekonzepte planen und umsetzen.

Darüber hinaus sind Energiemanager auch in der Wissenschaft und Forschung tätig, wo sie Unternehmen oder Gemeinden beim Aufbau von Energiemanagementsystemen unterstützen. Besonders gefragt sind ihre Kompetenzen außerdem in der Biogas- und Energiebranche, die sich stetig weiterentwickelt und zahlreiche zukunftsorientierte Jobs in der Biogas- und Energiebranche bietet.

Insgesamt eröffnet der Beruf vielfältige Einsatzmöglichkeiten – sowohl im technischen als auch im strategischen Bereich – und verbindet wirtschaftliches Denken mit aktivem Klimaschutz.

Für wen ist die Zusatzausbildung Regionaler Energiemanager?

Die Zusatzausbildung richtet sich an Menschen, die sich beruflich im Bereich der erneuerbaren Energien sowie der nachhaltigen Regionalentwicklung engagieren möchten oder in diesem Feld bereits tätig sind. Sie bietet somit eine hervorragende Möglichkeit für all jene, die ihr Wissen erweitern und ihre berufliche Laufbahn in Richtung Klimaschutz und Energieeffizienz ausbauen wollen.

Laut den Veranstaltern wendet sich das Programm insbesondere an Beschäftigte aus land- und forstwirtschaftlichen Organisationen, aus kommunalen Einrichtungen sowie aus Projektentwicklungsbüros, die bereits Erfahrungen im Bereich Energie oder Umweltmanagement mitbringen. Ebenso richtet sich die Weiterbildung an Vertreter regionaler Energieinitiativen, die in ihren Gemeinden oder Regionen nachhaltige Energiekonzepte voranbringen möchten und dafür fundiertes Fachwissen benötigen.

Darüber hinaus sind auch Hochschulabsolventen und Studierende herzlich willkommen, die ihr berufliches Profil gezielt erweitern und praktische Kompetenzen im Energiemanagement aufbauen wollen. Egal ob Agrarwissenschaften, Agrartechnik oder ein anderer Studiengang. Gerade für junge Fachkräfte oder Berufseinsteiger bietet die Ausbildung eine wertvolle Gelegenheit, theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung zu verknüpfen. Auf diese Weise können sie sich optimal auf zukünftige Tätigkeiten in der wachsenden und zukunftsorientierten Energiebranche vorbereiten.

Welche Inhalte vermittelt die Ausbildung zum Regionalen Energiemanager?

Die Weiterbildung kombiniert fundiertes Fachwissen mit praxisnahen Übungen. Dadurch werden die Teilnehmenden optimal darauf vorbereitet, Energieprojekte regional zu planen, zu koordinieren und umzusetzen.

Im Detail umfasst das Curriculum folgende Schwerpunkte:

  • Regionale Rahmenbedingungen: Einführung in die Energiepolitik, Grundlagen der Energiegewinnung sowie rechtliche Aspekte. Diese Themen helfen, die politischen und ökonomischen Zusammenhänge im Energiesektor besser zu verstehen. (16 Unterrichtsstunden)

  • Anwendungsbezogene Vertiefungen: Analyse der verschiedenen erneuerbaren Energien wie Wind-, Solar- oder Bioenergie, ihrer jeweiligen regionalen Voraussetzungen sowie aktueller technologischer Entwicklungen. (32 Unterrichtsstunden)

  • Prozessgestaltung: Vermittlung grundlegender Kenntnisse in der Prozesssteuerung und im Projektmanagement. Hier lernen die Teilnehmenden, wie Energieprojekte strukturiert und nachhaltig umgesetzt werden können. (100 Unterrichtsstunden)

Damit bietet die Ausbildung nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten, die direkt im Berufsalltag angewendet werden können.

Grüne Berufe – Regionaler Energiemanager
Die nebenberufliche kostenpflichtige Zusatzausbildung wird vom Verein "Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB)", der Universität Göttingen und der Fachhochschule HAWK angeboten.

Wer bietet die Ausbildung an?

Die berufsbegleitende und kostenpflichtige Zusatzausbildung wird vom Verein Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB) in Kooperation mit der Universität Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) angeboten.

Diese Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft gewährleistet, dass die Teilnehmenden sowohl von akademischem Know-how als auch von anwendungsorientiertem Fachwissen profitieren. Durch den interdisziplinären Ansatz werden Themen aus Technik, Wirtschaft, Umwelt und Regionalentwicklung miteinander verknüpft – ein entscheidender Vorteil für alle, die in der Energiebranche Fuß fassen wollen.

Wo findet die Ausbildung statt und wie läuft sie ab?

Die Seminare finden in Göttingen in den modernen Räumlichkeiten der LEB statt. Ergänzend werden einzelne Veranstaltungen an der Universität Göttingen sowie an der HAWK durchgeführt.
Ein besonderes Highlight ist zudem der Besuch im Bioenergiedorf Jühnde, das als Pionierprojekt für nachhaltige Energieversorgung gilt. Dort können die Teilnehmenden direkt erleben, wie erneuerbare Energien in der Praxis funktionieren und in regionale Wertschöpfung eingebunden werden.

Die Ausbildung ist berufsbegleitend angelegt und richtet sich daher auch an Personen, die bereits im Berufsleben stehen. Durch die Kombination aus Präsenzseminaren, Gruppenarbeiten und Praxisphasen entsteht ein abwechslungsreiches Lernumfeld, das theoretische und praktische Elemente sinnvoll miteinander verknüpft.

Kontakt und mehr Infos
LEB – Region Süd
Weender Str. 87
37073 Göttingen
0551 – 82079-0
goettingen@leb.de

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