Mitarbeiterbenefits: Welche Zusatzleistungen Mitarbeiter wirklich wollen

Längst ist das Gehalt alleine nicht mehr ausreichend, um Bewerber zu locken und Mitarbeiter zufrieden zu stellen.

Kreativität ist gefragt – Gehalt allein reicht nicht…

Der Fachkräftemangel macht vor keiner Branche halt. Kreativität ist gefragt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu halten. Längst ist das Gehalt alleine nicht mehr ausreichend, um Bewerber zu locken und Mitarbeiter zufriedenzustellen. Aus diesem Grund hat die Bedeutung von Zusatzleistungen, auch unter der Bezeichnung Benefits bekannt, in letzter Zeit immer größere Bedeutung erlangt. Je stärker die Nachfrage nach Arbeitnehmern steigt, desto wichtiger wird dieses Instrument. Zusatzleistungen helfen darüber hinaus, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Zufriedene Mitarbeiter steigern die Produktivität, sorgen für eine positive Arbeitsatmosphäre und sind loyal.

Unterschiedliche Bedürfnisse erkennen – Die Mischung macht’s…

Benefits: Die Mischung macht’s – unterschiedliche Zielgruppen erfordern unterschiedliche Zusatzleistungen.

Allgemein fasst man unter dem Begriff Benefits alles zusammen, was zusätzlich zum Gehalt geleistet wird. Die Unterscheidung erfolgt in materielle und immaterielle Zusatzleistungen. Zu den materiellen zählen alle geldwerten Leistungen, wie betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Firmenwagen, Jobticket, Versorgung mit Obst und Getränken, Handy, Rabatte, Gutscheine usw. Beispiele für immaterielle Zusatzleistungen sind flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Gesundheitsprogramme, unbefristeter Vertrag, Events, Büroausstattung.

Dabei gilt der Grundsatz: die Mischung macht’s. Um das richtige Mischungsverhältnis zu finden, sollte darauf geachtet werden, dass verschiedene Zielgruppen im Unternehmen tätig sind. Ältere Mitarbeiter legen Wert auf andere Benefits als jüngere, beispielsweise bei Karriereperspektiven. Ein Single wird Kinderbetreuung kaum als Benefit ansehen, Mitarbeiter mit Familie ganz sicher. Ein Großteil der Beschäftigten würde für bestimmte Benefits auf einen Teil des Gehaltes verzichten, bei den sogenannten Young Professionals ist die Entlohnung jedoch weiterhin vorrangig. Das schlägt sich auch in der Priorisierung der Zusatzleistungen nieder. In dieser Gruppe haben die betriebliche Altersvorsorge und die vermögenswirksamen Leistungen den höchsten Stellenwert. Problem nur: diese werden nicht mehr als echte Benefits wahrgenommen, sondern vorausgesetzt. Wirklich locken kann man diese Zielgruppe mit Firmenwagen, Jobticket sowie kostenfreiem Obst und Getränken. Für fast alle Arbeitnehmer stellen zeitliche Flexibilität, Nähe zum Wohnort und eine gute Verkehrsanbindungen echte Mehrwerte dar.

Klar, haben wir das – es weiß nur keiner davon…

Schnüren Sie ein attraktives Paket an Zusatzleistungen. Am Ende profitieren davon beide Seiten – Mitarbeiter und Unternehmen!

Die besten Zusatzleistungen führen nicht zum gewünschten Erfolg, wenn keiner etwas davon weiß. Deshalb gilt: Tue Gutes und rede darüber. Dabei darf weder die interne Kommunikation noch die externe zu kurz kommen. Die Benefits intern zu kommunizieren ist auf vielen Kanälen möglich: über das Intranet, per E-Mail, bei Teambesprechungen, bei neuen Mitarbeitern in z.B. einer Willkommensmappe. Wichtig ist, dass alle Mitarbeiter immer den gleichen Informationsstand haben. Extern erfolgt die Kommunikation von Zusatzleistungen in der Regel über die Stellenanzeige oder über Bewertungsportale im Internet. Die Benefits sollten in der Stellenausschreibung zielgruppenspezifisch aufgelistet sein. Nur ein kurzer Hinweis auf „attraktive Zusatzleistungen“ wird nicht zum Wunschbewerber führen.

Also: ran an die Benefits und ein attraktives Paket an Zusatzleistungen schnüren. Mitarbeiter und Unternehmen, beide profitieren davon!