Jobwechsel clever begründen: Gute Gründe und schlechte Gründe

Langeweile, mehr Geld, ein*e übel gelaunte*r Chef*in? Alles kein Grund deinen Agrarjob zu wechseln. Aber wann sollte man wechseln? Und wie kann man dies überzeugend gegenüber dem neuen Arbeitgeber begründen?

Das erwartet dich in diesem Beitrag:

  • Gute Gründe für einen Jobwechsel
  • Schlechte Gründe für einen Jobwechsel
  • Kein Jobwechsel ohne neues Ziel

Hättest du gedacht, dass mehr als 60 Prozent aller Arbeitnehmer*innen im Laufe ihrer Karriere ein- bis fünfmal den Job wechseln? Das ist schon eine erstaunliche Anzahl an Jobwechseln, die begründet werden möchte. Oftmals fällt dies nicht so leicht, denn es gilt zwischen guten und eher schlechten Wechselmotivationen zu unterscheiden. Mehr Geld, nervige Kolleg*innen oder langweilige Aufgaben sind zum Beispiel keine guten Wechselmotivationen. Sie lassen dich im Vorstellungsgespräch beim neuen Arbeitgeber in keinem guten Licht dastehen. Aber wann sollte man den Agrarjob wirklich wechseln und wie begründet man diesen Schritt?

Damit du deinen Agrar Jobwechsel überzeugend begründen kannst, haben wir gute und schlechte Gründe für dich aufgelistet. Sie geben dir eine Orientierung, ersetzen aber nicht die eigentliche Selbstanalyse.

Gute Gründe

Berufliche Weiterentwicklung Der Klassiker unter den Gründen eines Jobwechsels. Trifft zu, wenn du beispielsweise schon viele Jahre denselben Agrar Job ausführst. Du möchtest etwas Neues lernen oder mehr Verantwortung übernehmen, weißt aber das dies bei deinem jetzigen Arbeitgeber nicht möglich ist. Wichtig ist, dass du genau formulieren kannst, was dich an der neuen Position im Agrarbereich reizt und was du daran als Herausforderung siehst.

Wohnortwechsel Angenommen deine ganze Familie oder dein*e Partner*in zieht um und du musst aufgrund dessen deinen Agrar Job wechseln. Das kann ein nachvollziehbarer Grund sein. Gleiches gilt, wenn deine Partnerschaft zu Ende gegangen ist und du daher deinen Lebensmittelpunkt ändern möchtest. Dies sind zwar Gründe, die du dem Arbeitgeber nicht mitteilen musst, sie sind allerdings sehr überzeugend und begründen einen Agrarjob Wechsel sehr gut.

Familie Du hast Nachwuchs bekommen und möchtest beruflich kürzertreten? Auch diesen privaten Grund musst du nicht zwingend deinem Arbeitgeber mitteilen. Es ist aber ein sehr verständlicher Beweggrund, warum man zeitlich im Job kürzertreten, Verantwortung abgeben oder eine Pause machen möchte.

Arbeitsumgebung Du arbeitest schon lange in einem eher konservativ angelegten Agrarunternehmen mit starren Strukturen? Du möchtest eher modern und unter flachen Hierarchien arbeiten, z.B. in einem Start Up? Dann trifft diese Wechselmotivation auf dich zu. Aber aufgepasst: Informier dich vorher gut, ob dir der neue Agrararbeitgeber diese moderne Arbeitsatmosphäre bieten kann.

Gesundheit Dein derzeitiger Agrar Job macht dich krank, weil du körperlich zu stark belastet bist? Oder hast du psychischen Stress, weil der Agrar Job dich überfordert und keine Aussicht auf Besserung besteht? Das ist ein gängiger Wechselgrund. Achte aber darauf, dass du dem neuen Arbeitgeber angibst, dass sich deine Situation durch den Agrar Jobwechsel verbessert. Wenn du zum Beispiel wegen Rückenschmerzen kündigen musst, sollte der neue Agrar Job rückenschonend sein.

Schlechte Gründe

Frust Frust kann viele Gründe haben. Frust über deine Aufgaben, deine Kolleg*innen oder Zeitstress. Und manchmal kommt alles zusammen. Wir alle haben mal einen schlechten Tag im Agrar Job. Du solltest ein paar schlechtlaufende Tage aber nicht als Maßstab nehmen, deinen Agrar Job direkt gänzlich zu wechseln. Hält die Situation allerdings dauerhaft an, dann ist das natürlich nicht sinnig. Entscheidend ist also ein Blick auf den Verlauf im Jahr.

Kritik Du hast dir einen Fehler geleistet und dafür Kritik erfahren? Kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen. Fehler sind natürlich. Durch Fehler lernt man bekanntlich. Nimm ihn daher als Anregung es nächstes Mal besser zu machen. Aber nicht als Grund, den Job zu wechseln. Wird die Kritik an deiner Arbeit oder sogar Person allerdings unbegründet und eher chronisch, dann denk über einen Agrarjob Wechsel nach.

Mehr Geld Tatsächlich ist dies einer der meistgenannten Wechselgründe – den solltest du nur bitte nicht nennen! Das spiegelt nicht wider, dass du dich für den neuen Job begeistern kannst. Zwischen den Zeilen verrät das über dich, dass es dir nur ums Geld geht. Personaler*innen ist damit klar, dass du bei nächstbesserer Gelegenheit wieder gehst.

Langeweile Für Langeweile im Job bist du tatsächlich mitverantwortlich. Natürlich gibt es in jedem Agrar Job mal mehr und mal weniger zu tun, das ist normal. Doch wahre Leistungsträger*innen wissen diese Leerzeit zu nutzen. Nennst du diesen Grund, dann wird man von dir denken, dass du in solchen Phasen passiv geblieben bist. Oder noch schlimmer, dass du das Handtuch auch im neuen Agrarjob hinwirfst, wenn dir wieder langweilig wird.

Mehr Status Du möchtest nur für das neue Agrarunternehmen arbeiten, weil es eine tolle Marke hat bzw. aufgrund seines Images populär ist? Jede*r Personaler*in wird sich fragen: Warum? Weil du damit angeben kannst? Denn so könnte es leider rüberkommen. Im Umkehrschluss hieße dies, dass dir das Image wichtiger wäre als der eigentliche Agrar Job. Besser ist, wenn du genau beschreiben kannst, warum du das Unternehmen so attraktiv findest.

Weniger Verantwortung Du möchtest weniger Verantwortung tragen und beruflich zurücktreten? Man nennt diese Wechselmotivation auch Downshifting. Sie ist oft schwierig zu begründen, da sie nicht in das typische Karrieremuster passt. Du solltest begründen können, warum der „Abschied vom Aufstieg“ für dich dennoch ein Schritt vorwärts bedeutet. Haben sich beispielsweise deine beruflichen Ziele verändert, weil sich deine Lebenssituation verändert hat? Oder möchtest du lieber mehr an der Basis arbeiten? Dann solltest du dies nachvollziehbar erläutern.

Kein Jobwechsel ohne neues Ziel

Wenn du deinen Job wechseln möchtest, solltest du direkt ein neues Ziel vor Augen haben. Erst dann wird dein Jobwechsel erfolgreich und überzeugend zu begründen sein. Wenn du hingegen in erster Linie versuchst, vor deinen Problemen zu flüchten, dann ist dies weder von langfristigem Erfolg gekrönt, noch lässt es sich überzeugend begründen.

Überzeuge mit einer positiven Einstellung gegenüber den neuen Herausforderungen im Agrar Job. Deine Motivation sollte immer nach vorn gerichtet sein und ein neues motivierendes Ziel enthalten – dann gelingt auch die Begründung wie von selbst!

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