Ökotrophologie (Bachelor/Master)

Grüne Berufe – Ökotrophologie
Ökotrophologen klären Verbraucher auf, z. B. über den Gehalt an Zucker in Lebensmitteln.

Absolventen des Studiengangs Ökotrophologie (Haushalts- und Ernährungswissenschaften) sind weniger Spezialisten auf einem ganz bestimmten Gebiet, als vielmehr Generalisten. Durch die Wahl der entsprechenden Wahlpflichtfächer oder Schwerpunkte ist natürlich eine Schwerpunktbildung möglich. In dem interdisziplinären Studium werden natur- und sozialwissenschaftliche Fächer angeboten.
Ökotrophologinnen und Ökotrophologen arbeiten u. a. in den Berufsfeldern Ernährung, Lebensmittel, hauswirtschaftliche Dienstleistungen sowie Beratung und Bildung. Im Zentrum ihres Handelns steht die Steigerung der Lebensqualität der Verbraucher. Beispielsweise entwickeln und verbessern sie Produkte, Produktionsverfahren sowie Dienstleistungen, achten auf die Einhaltung der Qualitätsstandards und werden in der Ernährungsberatung tätig. In einigen Bereichen der Ernährungsberatung werden Zusatzqualifikationen, wie die Weiterbildung zum/r Diabetesberater/in bei der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) oder das Zertifikat „Ernährungsberater/in VDOE“ vom Verband der Oecotrophologen e. V. (VDOE) benötigt.
Meist ist es für Absolventen ratsam, sich auf ein Einsatzgebiet nach dem Studium zu konzentrieren, da es eine Vielzahl von Berufsfeldern gibt.

Dauer

Bachelor: Regelstudienzeit 6 Semester.
Master: Regelstudienzeit 4 Semester nach Abschluss des Bachelorstudiums.

Voraussetzungen

Bachelor: Um Ökotrophologie studieren zu können, benötigst Du in der Regel für das Studium an Fachhochschulen die Fachhochschulreife und für das an Universitäten die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Die Hochschulen wählen auch nach eigenen Zulassungsvoraussetzungen, wie z. B. Pflichtpraktikum, Wartezeit, Schulnoten oder einer Hochschulzugangsprüfung, aus. In den meisten Fällen ist ein Vorpraktikum vorzuweisen.
Master: Voraussetzung ist ein Bachelor-Abschluss, Magister oder Diplom. Viele Masterstudiengänge sind zulassungsbeschränkt. Neben dem Bachelor-Abschluss in Ökotrophologie oder Ernährungswissenschaften sind teilweise auch verwandte Studiengänge zugelassen. Verschiedene Hochschulen verlangen auch eine bestimmte Abschlussnote. Dies erfährst Du auf den Webseiten der jeweiligen Hochschulen.

Inhalte/Themen (Auswahl)

Grundlagen der Chemie, Ernährungs- und Lebensmittellehre, Psychologie und Angewandte Sozialwissenschaften, Kommunizieren und Beraten, Grundlagen der Lebensmitteltechnik, BWL und Management, Mathematik und Angewandte Statistik, Humanbiologie, Ernährung des gesunden Menschen, Ernährung des kranken Menschen, Arbeits- und Verbraucherrecht, Politik u. Märkte der Agrar- u. Ernährungswirtschaft, …

Diese Perspektiven hast Du nach dem Studium (Beispiele)

Beratung

  • Selbstständige Ernährungsberatung
  • Ernährungsberatung in Institutionen der Gemeinschaftsverpflegung und Großhaushalten, z. B. in Krankenhäusern oder Kurkliniken. Dort sind Ökotrophologen und Ökotrophologinnen für die Qualität der Ernährung zuständig. Sie schulen die Mitarbeiter/innen und halten für die Klienten ernährungsmedizinische Seminare und Präventionskurse zu den Themen Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Rheuma und Arthrose, Hyperurikämie und Gicht sowie Osteoporose.
  • Beratung und Information, z. B. bei Verbraucherverbänden, staatlichen und kommunalen Beratungsstellen, im Gesundheitswesen, in der Ernährungswirtschaft, der Pharmaindustrie und bei Energieversorgungsunternehmen
  • Beratung von Einrichtungen des ländlichen Tourismus, z. B. Urlaub auf dem Bauernhof oder Direktvermarktung

Bildung

  • Lehrer/in an Fachschulen, Berufsschulen, Bildungszentren: Aus- und Weiterbildung von Hauswirtschafter/innen usw. Für eine Tätigkeit als Lehrkraft ist die Qualifikation durch den Master, z. B. „Lehramt an Berufskollegs“ (Münster), notwendig. Daneben muss noch ein zweites allgemeinbildendes Fach im Bachelor und Master an einer Universität studiert werden. Bei dem Abschluss Diplom kann es andere Regelungen geben. Interessierte sollten persönlichen Kontakt zur Hochschule aufnehmen. Im Anschluss an den Masters folgt das Lehramtsreferendariat von bis zu zwei Jahren. Ziel ist das Staatsexamen.

Verlage, Redaktionen, Medien

  • Öffentlichkeitsarbeit in Pressestellen und PR-Abteilungen von Unternehmen/Verbänden sowie in PR-Agenturen
  • Fachredakteur/in (Print/Online)

Lebensmittelindustrie und –handel

  • Qualitätssicherung und -management
  • Produktentwicklung
  • Marketing

Weiterbildung

  • Traineeprogramm
  • Volontariat, z. B. bei einem Verlag oder einer Redaktion

Hier kannst Du studieren

Universitäten

Hochschulen

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